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Kolumne
Mangelnde Daten

Kolumne: Mangelnde Daten
Blick auf Düsseldorf. FOTO: Stadt Düsseldorf, Bearbeitung: nic
In Düsseldorf steigen die Miet- und Kaufpreise für Wohnungen und Häuser - zumindest im Durchschnitt und über alle Lagen. Dies ist unumstritten und weiß jedes Kind. Doch wie liegen die tatsächlichen Vergleichswerte in den jeweiligen Mikrolagen?

Wenn ein Mieter eine Wohnung sucht, die Bank zur Finanzierung Vergleiche heranzieht oder ein Projektentwickler eine Grundlage für seine Kalkulation zum geplanten Neubauprojekt benötigt, ist die Verwirrung groß.

Marktforschung und -analysen sind für nahezu alle Branchen zwingender Geschäftsbestandteil. Für Gewerbeimmobilien bestehen inzwischen gute Datengrundlagen - bezüglich des Wohnungsmarktes sind dagegen kaum Daten verfügbar und jene sind zu allgemein, spiegeln lediglich die Angebotspreise wider oder sind mehr historischen Ursprungs als dass die dynamische Marktentwicklung tatsächlich erfasst würde.

Verlässliche Daten sind also Mangelware. Dieses Problem wurde von einigen großen und namhaften Marktteilnehmern erkannt. Sie haben sich deshalb zusammengeschlossen und die Gesellschaft zur Ermittlung von Wohnungsmarktdaten e.V. (GEWD) gegründet, um Abhilfe zu schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf sowie einer Hochschule, die für Neutralität und Seriosität in der Analyse der gesammelten Daten steht, werden Immobilienpreise und Mieten der jeweils beteiligten Unternehmen erhoben, abgeglichen und publiziert. Und je mehr Wohnungsmarktteilnehmer sich beteiligen, desto detaillierter die Resultate. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt.

Werner Horn

Der Autor ist Prokurist und Leiter Bauträgervertrieb Rheinland von Corpus Sireo Makler.

Quelle: RP
 
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