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Immobilienerbe genau prüfen

Erben sollten vor der Annahme mögliche Folgekosten im Blick behalten.

Wer ein Haus erbt, das alt ist und lange nicht renoviert wurde, sollte sich genau überlegen, ob er die Immobilie wirklich haben will. Denn der Erbe muss für mögliche Folgekosten aufkommen, gibt die Düsseldorfer Immobilienmaklerin Angelina Rayak, Autorin des Buches "Unsere Erbimmobilie", zu bedenken. Dazu zählen zum Beispiel eine moderne Elektrik, eine energiesparende Heizung oder eine Altlasten-Entsorgung. Nach Angaben von Rayak kann deshalb eine Ausschlagung sinnvoll sein.

Niemand ist dazu verpflichtet, ein Erbe anzutreten. Deshalb sollten Erben genau prüfen, ob sie es sich leisten können, eine renovierungsbedürftige Immobilie zu übernehmen. Überschreitet eine Erb-immobilie den finanziellen Rahmen, bleibt in vielen Fällen nur der Verkauf des Hauses. "Doch dafür muss man erstmal einen Käufer finden", erläutert Maklerin Rayak, die noch weitere Ratgeberbücher zum Thema Immobilien veröffentlicht hat. "Der Erlös kann dann entsprechend gering ausfallen." Innerhalb einer sechswöchigen Frist haben Erben die Möglichkeit, die ihnen vermachte Immobilie auszuschlagen. Die Frist beginnt nach Angaben von Rayak an dem Tag, an dem man vom Tod des Angehörigen erfährt.

(rps)
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