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Kolumne
Mipim: Gute Arbeitsatmosphäre

Auf der weltgrößten Immobilienmesse "Mipim" in Cannes trafen sich in diesem Jahr über 23.000 Experten aus aller Welt. Das Wetter - kalt, zum Teil regnerisch und stürmisch - begünstigte die Arbeitsatmosphäre und sorgte für deutlich vollere Hallen und Messestände.

Die Stimmung war insgesamt gut, aber nicht euphorisch. Angst vor einem Crash war nicht spürbar. Angesichts des im bedeutenden Umfang vorhandenen Anlagekapitals fehlt es aber an marktgerechten Immobilienangeboten aller Asset-Klassen - allen voran Wohninvestments, insbesondere in den Metropolen.

Gleichzeitig profitieren vor allem diese von der demographischen Entwicklung in Form steigender Nachfrage in den Bereichen Wohnen, Handel und Logistik. So wurde auf den Ständen von Hamburg, München, Berlin, Frankfurt ("Bankfurt") und Düsseldorf intensiv darüber diskutiert, wie der zeitnah notwendige deutliche Anstieg des preisgünstigen Wohnungsneubaus erreicht werden kann.

Auch die Unterbringung von Flüchtlingen war ein Thema. So forderte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel auf der Immobiliemesse erneut den Schulterschluss zwischen Verwaltung und Immobilienwirtschaft und traf sich zu konstruktiven Gesprächen mit Eigentümern und Maklern. Dabei machte er nochmals deutlich, dass nur Liegenschaften mit realistischen, marktgerechten Preisen eine Chance auf Prüfung haben und nahm damit unseriösen Spekulanten den Wind aus den Segeln.

Insgesamt zeigte die Mipim, dass sie sich nachhaltig zur Arbeitsmesse gemausert hat.

Wulff Aengevelt

Der Autor ist Geschäftsführender Gesellschafter der Aengevelt Immobilien, Düsseldorf.

Quelle: RP
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