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Energie
Solar: Heiße Dusche dank Sonnenschein

Solaranlagen: Heiße Dusche dank Sonnenschein
Mit einer Solaranlage allein kann es im Winter kalt werden. FOTO: djd/IV-Agrob Buchtal
Solaranlagen sind eine umweltschonende Alternative zu vielen anderen Energiearten. In unserem Artikel verraten wir dir, was du beachten solltest. Von Rp, Stephanie Hoenig

Die Sonne liefert Energie für warmes Wasser und die Heizung kostenlos. Mancher Hausbesitzer meint deshalb, er könne sich mit einer Investition von rund 5000 bis 9000 Euro in eine Solarthermieanlage von steigenden Energiepreisen unabhängig machen.

Doch allein dabei bleibt es nicht – denn im Winter kann ohne ein zusätzliches Heizsystem das Bade- und Duschwasser kalt bleiben. Auch im Wohnzimmer droht dann das große Bibbern. Daher braucht man zusätzlich eine normale Heizungsanlage und einen Solarspeicher. Aber teilweise kann man das Haus gut mit der Sonnenenergie versorgen. "Die Sonne liefert in allen Teilen Deutschlands genug Strahlungsenergie für den effizienten Betrieb einer Solarwärmeanlage", sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Verschiedene Anlagentypen

Angeboten werden verschiedene Anlagentypen: Die einfache Variante erhitzt ausschließlich Warmwasser. Die andere Anlage unterstützt zusätzlich die Heizung. Diese beiden Systeme dürfen aber nicht mit Photovoltaikanlagen verwechselt werden. Diese erzeugen auf dem Dach Strom.

Eine richtig eingestellte und auf das Gebäude abgestimmte Thermieanlage erzeugt nach Angaben des dena-Experten Stolte bis zu 60 Prozent des Bedarfs an Warmwasser im Jahr. Im Sommer könne die Anlage den Haushalt sogar komplett versorgen. Solarsysteme, die die Raumheizung unterstützen, können in gut gedämmten Häusern bis zu 20 Prozent der benötigten Heizenergie liefern. In der Regel funktioniert die Warmwasseraufbereitung über die normale Heizung – hängt diese auch an der Solaranlage, kann sie im Sommer komplett ausgeschaltet werden.

Zweites Heizsystem notwendig

In schlechten Zeiten ist ein zweites Heizsystem notwendig, das mit der Solaranlage kombiniert ist. "Alle gängigen Heizsysteme sind dafür geeignet", sagt Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Es müsse keine neue Anlage gekauft werden, die Solarthermie lässt sich an bestehende Geräte koppeln. Voraussetzung sei allerdings, dass die Anlage dem Stand der Technik entspricht. Um wirtschaftlich zu sein, müsse sie möglichst mit geringen Vorlauftemperaturen auskommen, sagt Wagnitz.

Solarkollektoren kommen aufs Dach oder können in die Fassade integriert werden. Damit die Sonne möglichst ungehindert darauf scheinen kann, sollte kein Schatten darauf fallen, sagt Dirk Mobers von der Energieagentur Nordrhein-Westfalen. Sie werden am besten in einem Neigungswinkel zwischen 30 und 50 Grad montiert. Ideal sei eine Ausrichtung in die Himmelsrichtungen Südost über Süd bis Südwest.

(RP, Stephanie Hoenig)
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