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Kolumne
Wunschzettel für 2016

Lieber Weihnachtsmann, wenn ich mir für das neue Jahr etwas wünschen dürfte, fiele es mir nicht schwer: Ganz oben auf meiner Wunschliste stünde die bessere Abstimmung zwischen Bund, Land und Kommunen.

Der Bund beschließt die Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip, das Land setzt dies dankbar um und denkt dennoch laut böser Unkenrufe schon wieder über eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer nach (bitte nicht!). Kommunen oder Städte wie Düsseldorf verheddern sich indes in einem nicht klar definierten Handlungskonzept Wohnen. Mit diesem wenig weihnachtlichen Dreiklang wird in Zeiten von knappem Wohnraum und wachsenden Innenstädten den Investoren das Leben schwer gemacht, statt mit Anreizen den Wohnungsbau anzukurbeln. Schöne Bescherung!

Dabei würden wir uns doch schon über Kleinigkeiten freuen. Darüber etwa, dass mehr Grundstücke schneller zur Bebauung freigegeben würden. Und dass die Mitarbeiter im Bauamt durch mehr Personal ein wenig Entlastung erhielten. Dann könnten die Bearbeitungszeiten verkürzt und die Bauvorhaben beschleunigt werden. Gut, dass wenigstens die Zinsentwicklung auf Rekordtief anhält. Allerdings hätte ich den Wunsch, dass die Energieeinsparverordnung nicht andauernd verschärft wird. Das führt unnötigerweise zu steigenden Baupreisen mit fraglichem Ergebnis. Ein bisschen mehr Augenmaß täte weiteren Vorschriften gut.

Ich weiß, Wünsche werden ja nur den Kleinen erfüllt, aber bei einem könntest du mal ein Auge zudrücken: Wir brauchen bald einen engagierten, neuen Baudezernenten für Düsseldorf! Oder vielleicht mal eine Baudezernentin?

Thomas Schüttken

Der Autor ist Geschäftsführer der Böcker Wohnimmobilien.

Quelle: RP
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