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Die zehn schwierigsten Fragen in Vorstellungsgesprächen
Die zehn schwierigsten Fragen in Vorstellungsgesprächen
Düsseldorf. Im Vorstellungsgespräch werden immer knifflige Fragen gestellt, das gehört dazu. Manche allerdings scheinen überhaupt keinen Sinn zu ergeben. Eine Jobbörse hat die zehn schwierigsten Fragen zusammengestellt – wir haben einige Unternehmen dazu befragt.  Von Susanne Hamann

Das Unternehmen kennen, seine Aufgaben verstehen, freundlich und offen wirken - das sind Eigenschaften, die in einem Vorstellungsgespräch bereits zu einem gewissen Erfolg führen dürften.

Ähnlich wie bei einem Assessment-Center gibt es aber auch im Gespräch Situationen, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Etwa wenn der Rekrutier plötzlich fragt: "Stellen Sie sich vor der Schokoriegel Mars wäre eine Person, wie wäre sie dann?"

So gestellt von der Marketingagentur Happy Thinking People in einem Bewerbungsgespräch. Es ist eine von zehn Fragen, die die Job-Plattform Glassdoor zu den schwierigsten zehn aus dem Jahr 2016 gewählt hat. Auf dem Online-Portal haben Nutzer die Möglichkeit, sich über ihre Bewerbungsgespräche auszutauschen. Für 2016 hat die Plattform alle eingegangenen Fragen analysiert und ein Ranking erstellt.

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"Es geht dabei nicht um richtig und falsch"

Auf Platz eins landet die Frage: "Wie viele Briefkästen der Deutschen Post stehen auf den Straßen Deutschlands?", gestellt von der Wirtschaftsberatung PWC. Ist das wirkliche eine Standardfrage im Bewerbungsprozess?

"Nein", sagt Folie Werner, Leiter Recruiting und Marketing bei PWC. "Aber es kann natürlich sein, dass bei 4000 Einstellungen im Jahr auch mal eine solche Frage vorkommt." Denn eine schlechte Frage ist es laut Werner nicht. "Es geht dabei nicht um richtig und falsch, sondern darum, wie der Bewerber damit umgeht."

Welche Zahlen nutzt er, um sich der Lösung zu nähern? Bleibt er souverän oder beginnt er zu stammeln und sich ständig zu entschuldigen? Ist er in der Lage mit einer komplexen Problemstellung umzugehen? "Solche Dinge wollen wir an dieser Stelle prüfen, denn das ist Bestandteil des Arbeitsalltags."

Bewerbungsgespräch: Was die Chefs ärgert FOTO: ddp

Das bestätigt auch Tanja Vogt von Vodafone. Auch von diesem Unternehmen war eine Frage dabei. Sie lautete: "Sie steigen in den Aufzug ein und im Aufzug befindet sich der CEO. Was würden Sie ihm sagen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen?" 

Vogt dazu: "Wir fragen das, um dem Bewerber die Möglichkeit zu bieten, sich selbst noch einmal darzustellen. Die Situation ist da völlig variabel. Wie jemand darauf reagiert, vermittelt uns also ein Bild von seiner Persönlichkeit." Wichtig sei laut Vogt auch, wie viel ein Bewerber in der Antwort von sich Preis gibt. Ist er eher zurückhaltend oder kann er sich sofort in diese Situation hineindenken? Spontaneität und Flexibilität sind hier gefragt.

Aus Fehlern lernen

Heraus sticht aus der Liste die Frage von Trivago: "Was hast du letzte Woche gelernt?" Laut Jana Wolframm, zuständig für Recruitment, sind Fragen dieser Art aber bei Trivago besonders relevant. "Wir haben bestimmte Werte, die uns besonders wichtig sind, dazu gehört auch 'fanatic learning', also begeistertes Lernen. Entsprechend wollen wir mit solchen Fragen sehen, ob ein Bewerber in der Lage ist, sich selbst zu reflektieren - und zwar sowohl die Erfolge als auch die Niederlagen."

Wer sich nur über den grünen Klee lobe, sei ebenso fehl am Platz, wie jemand, der nur Misserfolge kenne. Wichtig sei im Gespräch zu zeigen, dass man aus seinen Fehlern lernen kann. "Das sagt dann auch viel darüber aus, wie der Bewerber mit seiner Arbeit umgehen wird", sagt Wolframm.

Hintergrund: Zehn Todsünden bei der Online-Bewerbung FOTO: tmn

Hier geht es zu den zehn schwierigsten Fragen in Bewerbungsgesprächen 2016 laut Glassdoor.

 
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