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Verrückte Jobangebote
Das sind die besten Praktikumsplätze der Welt

Das sind die 15 schönsten Strände 2014
Das sind die 15 schönsten Strände 2014 FOTO: tripadvisor
Düsseldorf. Geld verdienen und dabei Urlaub machen? Zwei Startups machen es möglich. Sie bieten die wohl außergewöhnlichsten Praktikumsplätze der Welt an. Wir verraten, wie das funktioniert, und welche ungewöhnlichen Möglichkeiten es sonst noch gibt, nebenbei etwas Geld zu verdienen. Von Tim Harpers

Traumstrände, stahlblauer Himmel und tropisch-warme Sommertage unter Palmen – was nach Urlaub klingt, könnte in naher Zukunft Arbeitsalltag für einige glückliche Praktikanten sein. Das Berliner Startup-Unternehmen "Beach-Inspector.com" sucht Tester für die Strände dieser Welt. Das ambitionierte Ziel der Websitemacher: Die Seite soll die erste weltweite Informations- und Bewertungsplattform für Strände werden.

Nötig dafür sind vor allem Daten. Und die sollen die Praktikanten beschaffen. Als sogenannte "Beach-Inspectors" sollen sie die Strände in ihrem Urlaubsgebiet besuchen und nach den Standards des Unternehmens bewerten. Nach ihrer Rückkehr sollen sie die Ergebnisse technisch aufbereiten und dem Unternehmen zur Verfügung stellen.

Für ihren Einsatz bekommen die Teilnehmer ein kleines Gehalt. Reise und Unterkunft bezahlt das Unternehmen. Derzeit sucht "Beach-Inspector.de" Tester für Reiseziele im Mittelmeerraum.

Voraussetzung um ein "Beach-Inspector" zu werden, sind ein abgeschlossenes oder ein laufendes Hochschulstudium, gute Englisch- oder Spanischkenntnisse und mindestens sechs Monate Zeit.

Nur eine kleine Chance

Ähnlich spektakulär ist das Angebot eines anderen Unternehmens. Die Website "Urlaubsguru.com" sucht Mitarbeiter für Gratis-Urlaube in aller Welt, auch Kreuzfahrten sind darunter. Das Aufgabenprofil für Praktikanten liest sich ähnlich wie das der Strandttester: Hinfahren - Bewerten - Ergebnisse einreichen.  "Urlaubsguru.com" zahlt dafür den gesetzlichen Mindestlohn sowie Reise und Unterkunft.

Die Chance auf den begehrten Praktikumsplatz ist allerdings recht klein. Das Unternehmen kann immer nur einen Praktikanten beschäftigen und hat mittlerweile schon über 500 Bewerbungen bekommen. Der angehende Urlaubstester muss viel Zeit mitbringen. Mindestens drei Monate soll die Zusammenarbeit dauern.

Bei den meisten Interessenten dürfte es vor allem an der geforderten Mindestlänge des Praktikums scheitern. Viele Studiengänge lassen den Studenten heutzutage keine Möglichkeit mehr, sich zwischendurch für sechs Monate zu verabschieden. Doch auch für die "normalen" Studenten gibt es einige ungewöhnliche Möglichkeiten, an Geld zu kommen.

So suchen einige Eventagenturen, Theater und TV-Produktionen zum Beispiel regelmäßig "Claquere" – Menschen die bei öffentlichen Auftritten und Theaterstücken applaudieren. Gerade in Medienstätten wie Köln, Hamburg, Düsseldorf und Berlin kann es sich lohnen, sich in dieser Richtung einmal umzuhören. Und wenn man schon einmal dabei ist, kann man auch gleich nach einem Engagement als Testzuschauer fragen. Einige private TV-Sender beschäftigen professionelle Zuschauer, die in Schichten arbeiten und die Kanäle nach witzigen Ausschnitten durchsuchen.

Hundebestandsaufnehmer und Heißluftballon-Verfolger

Wer schon immer einen Hang zum Denunziantentum hatte, der kann während des Studiums auch als Hundebestandsaufnehmer tätig werden. Städte beauftragen oft externe Unternehmen damit,  den Hundebestand in bestimmten Stadteilen zu überprüfen. Damit soll  nachvollzogen werden, ob auch alle Halter die Hundesteuer entrichten. Ziel eines Hundebestandsaufnehmers ist es, durch Befragungen Hundehalter aufzuspüren, die ihr Tier nicht angemeldet haben.

Ähnlich kurios ist der Job des Heißluftballon-Verfolgers. Da man vorher nicht wissen kann, wo ein Heißluftballon am Ende niedergeht, ist ein Begleitfahrtzeug nötig.  Das verfolgt den Ballon und bringt die Passagiere wieder zum Startpunkt. Voraussetzung ist ein Führerschein.

Ebenfalls nicht alltäglich ist der Job als Testkunde. Viele Unternehmen interessieren sich dafür, wie ihre Mitarbeiter mit Kunden umgehen. Außerdem sollen Testkunden Faktoren wie Service, Sauberkeit und Qualität beurteilen

 

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