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Tipps für den Wiedereinstieg in den Job
Durchstarten oder Zurückschalten?

Die häufigsten Karriere-Irrtümer
Die häufigsten Karriere-Irrtümer FOTO: tmn
Berlin (RPO). Bücher über die Rückkehr in den Job und Elternzeit füllen mittlerweile die Regale. Die meisten Ratgeber unterscheiden sich inhaltlich wenig voneinander. Meist gibt es Tipps zur Kinderbetreuung, zu Stellensuche und Bewerbung. Doch damit ist nicht jedem Wiedereinsteiger gedient.

Auch der Ratgeber "Wiedereinstieg in den Beruf" von Svenja Hoffert und Uta Nommsen arbeitet die genannten Problemfelder ab. Dennoch setzt sich das Buch von der Masse der Titel durch seinen besonderen Zugang zur Thematik ab. Die Autorinnen berücksichtigen, dass die Motive für die Berufsrückkehr durchaus unterschiedlich sein können.

Wer beispielsweise die Elternzeit von Anfang an nur als Zwangspause beim Aufstieg auf der Karriereleiter betrachtet hat, wird den Wiedereinstieg vollkommen anders angehen als Mütter oder Väter, die nur notgedrungen wieder voll ins Arbeitsleben einsteigen.

Am Anfang des Buches steht daher eine Standortbestimmung. Die "Vielleicht-Rückkehrerin" beispielsweise hängt nicht übermäßig an ihrem alten Job. Auf der anderen Seite weiß sie durchaus zu schätzen, dass sie den Arbeitsplatz sicher hat und nach dem Wiedereinstieg ihre Arbeitszeit reduzieren kann. Anders ist die Ausgangslage bei "Umsteigern und Umsteigerinnen", die ihre bisherige Arbeit beispielsweise wegen regelmäßiger Nacht- und Wochenendschichten nicht wieder aufnehmen wollen oder können.

Für jeden der "Wiedereinstiegs-Typen" machen die Autorinnen konkrete Berufsvorschläge und gehen dabei auf Aspekte wie Ausbildungsvoraussetzungen, Jobchancen, Verdienst und Familienvereinbarkeit ein. Die Auswahl reicht vom "Call Center Agent" bis zu ausgesprochen ausbildungsintensiven Berufen wie dem Bilanzbuchhalter oder Steuerberater. Auch der vorgeschlagene Wiedereinstieg als Trauerredner ist eine exotische, aber durchaus denkbare Option.

Wie sich die Rückkehr in den Job von der Stellensuche bis zum Vorstellungsgespräch am besten bewerkstelligen lässt und welche Einstiegmöglichkeiten es von Minijob bis Vollzeitanstellung gibt, erläutert der Ratgeber ebenfalls anhand konkreter Beispiele.

Dabei gilt auch hier, dass die Autorinnen die wesentlichen Probleme herausarbeiten und im Interesse einer guten Lesbarkeit allzu komplizierte Details vernachlässigen. Für die meisten Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger reicht dies auf jeden Fall aus. Wer mehr wissen will, findet in dem Buch hilfreiche Literaturhinweise und Internet-Links.

Literatur: Hofert/Nommensen, Wiedereinstieg in den Beruf, Humboldt Verlag, ISBN 978-3-86910-758-5, 12,95 Euro, 256 Seiten

(DDP/mais)
 
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