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Online-Jobbörsen
Im Süden gibt's Arbeit

Die größten Internet-Jobbörsen
Die größten Internet-Jobbörsen FOTO: ddp
Düsseldorf. Das Internet ist, so sagt es die Wissenschaft, ein Suchmedium. Als solches wird es längst auch zur Jobsuche verwendet. Arbeitsuchende wie Arbeitgeber nutzen die Aktualität des Webs, um auf dem Stellenmarkt zueinanderzufinden. Von Christopher Weckwerth

Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat schon 2008 konstatiert, dass 90 Prozent der Arbeitnehmer sich bei der Stellensuche im Internet umschauen. Das Netz ist demnach das beliebteste Mittel bei der Jobsuche. Für das entsprechende Angebot sorgen die Arbeitgeber. Laut einer Bitkom-Studie von 2009 inserieren 94 Prozent der Arbeitgeber online.

Die Angebotslage im Internet kann daher annähernd als Spiegel der Gesamtlage gesehen werden. Das jedenfalls dachte man sich bei der Online-Jobbörse talentfrogs.de und hat die Ausschreibungen untersucht. Neben kommerziellen Anbietern wurden auch die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Vakanzen berücksichtigt. Herausgekommen ist dabei eine Rangliste, die die Zahl der Offerten pro Großstadt wiedergeben soll.

Düsseldorf rutscht ab, bleibt aber vor Köln

Die großen Gewinner sind der Untersuchung zufolge süddeutsche Städte. An der Spitze liegt Ingolstadt vor Offenbach, Mannheim und Heilbronn. Bester norddeutscher Vertreter ist als Zwölftplatzierter Bremen. Aus Nordrhein-Westfalen liegt Düsseldorf (16.) am weitesten vorn, direkt vor dem Nachbarn Köln. Die Hauptstadt Berlin schafft es gerade einmal auf Rang 46 der 80 berücksichtigten Orte.

Im Vergleich zu der Anfang des Jahres erstellten Liste fallen große Schwankungen auf. So konnte sich Koblenz innerhalb eines halben Jahres um 41 Plätze auf Rang sechs verbessern. Peer Bieber, Geschäftsführer von TalentFrogs, erklärt das so: "Bei der Erhebung handelt es sich um eine Momentaufnahme. Veränderungen sind sofort sichtbar." Faktoren wie veränderte Exportquoten oder Einstellungsstopps bei Großkonzernen hätten umgehende Verschiebungen zur Folge.

Mehr Alternativen in Süddeutschland

Das Ziel der Rangliste ist den Initiatoren zufolge, das aktuell vorherrschende Jobpotenzial deutscher Städte zu veranschaulichen. Das sei nicht nur für die Ausgangssuche hilfreich, sondern auch langfristig. Die Zahl der Alternativen zu kennen, könne etwa dann helfen, wenn es mit der ersten Stelle doch nicht auf Dauer klappt, man aber schon ein soziales Umfeld vor Ort aufgebaut hat.

Dass dabei nur Online-Ausschreibungen berücksichtigt werden, täte dem Einblick auf den Stellenmarkt keinen Abbruch, sagt Bieber. Für ihn ist dieses Verfahren ein "verlässliches Indiz" für die Gesamtlage. Was bleibt, ist also die Anpassung auf individuelle Anforderungen. Diese Qualität der Inserate einzuschätzen, bleibt letztlich jedem Bewerber selbst überlassen.

(chk)
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