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Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Millionen Menschen in Deutschland dopen sich laut einer DAK-Studie am Arbeitsplatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Zu Stimmungsaufhellern zählen Medikamente zur Behandlung von Demenz, Depressionen oder Aufmerksamkeits- und Schlafstörungen. Beispiele.

Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Methylphenidat

Das Präparat wird vor allem bei Kindern beim Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) sowie bei Schlafkrankheit eingesetzt. Als bekanntestes Medikament gilt wohl Ritalin. Kinder sollen sich durch das umstrittene Mittel besser konzentrieren können und ruhiger werden. Doch Ritalin wirkt nicht nur bei Kindern. Bei Menschen, die nicht unter ADHS leiden, wirkd das Mittel aufputschen und aufheiternd. Zudem hemmt es das Bedürfnis nach Schlaf und Nahrung. 

Nebenwirkung: Lässt die Wirkung nach, kommt es zur psychischen Talfahrt. Es kommt zu depressiven Zuständen und Antriebsschwäche, die die Abhängigkeit begünstigen. Zudem kann das Medikament zu psychischen Krankheiten und Herzrythmusstörungen führen. 

Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Modafinil

Das Medikament wird ebenfalls bei Schlafkrankheit verabreicht. Es ist ein Wachmacher, der zum Beispiel bei Sekundenschlaf helfen soll und bei einem Jetlag auf Reisen.  Dieser Arzneistoff ist in Deutschland unter dem Namen Vigil bekannt und auch nur verschreibungspflichtig erhältlich. 

Nebenwirkungen: Durchfall, Übelkeit und Depressionen.

Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Betablocker

Diese Präparate werden bei Patienten mit Bluthochdruck verwendet. Sie beruhigen, indem sie die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin hemmen. Von gesunden Menschen wird das Präparat gerne eingenommen, um Prüfungsangst zu lindern.

Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Antidepressiva

Solche Präparate sind Stimmungsaufheller. Sie wirken gegen Depressionen, aber auch gegen Panikattacken. Sei werden von Arbeitnehmern aber auch genommen, weil sie durch die bessere Stimmung leistungsfähiger machen. 

Nebenwirkungen: Nach dem Höhenrausch kommt der Sturzflug, dazu können auch Selbstmordgedanken zählen.

Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Antidementiva

Diese Mittel werden bei Demenz- beziehungsweise Alzheimer-Erkrankung eingesetzt. Die Mittel steigern auch die Gedächtnisleistung.  Bei gesunden Menschen verbessern Mittel wie Domepezil die Merk- und Lernfähigkeit.

Nebenwirkungen: Unter anderem verschiedene Störungen des Magen-Darm-Traktes

Die gängigsten Mittel zum Gehirn-Doping

Amphetamine

Zu den Stimulanzien gehören auch illegale Drogen wie Crystal Meth, Ecstasy, Speed oder Koks. Sie erhöhen extrem die Leistung und das Selbstbewusstsein. Zudem unterdrücken sie den Appetit und das Schlafbedürfnis. 

Nebenwirkungen: Ähnlich wie bei Ritalin folgt auf das extreme Hoch im Anschluss aber auch ein extremes Tief. Vor allem Crystal Meth ist für seine verheerenden Folgen bekannt: Die Droge zerstört das Gehirn bereits bei der ersten Einnahme. Regelmäßige Konsumenten brennen innerhalb kürzester Zeit aus, entwickeln Hautentzündungen und Krankheiten im Mundraum. Außerdem kann es zu psychischen Effekten wie Psychosen und Selbstmordgedanken kommen. Sowohl Crystal Meth, als auch Kokain und Speed machen stark körperlich abhängig.