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Echtzeit-Grafik
Was wir wirklich während unserer Arbeitszeit tun

Ausgebrannt: Zehn Tipps, wenn nichts mehr geht
Ausgebrannt: Zehn Tipps, wenn nichts mehr geht
Düsseldorf . Morgens am Arbeitsplatz in Deutschland: Die dringendsten Mails sind abgearbeitet, erste Anrufe erledigt. Zeit für eine Zigarettenpause, für das Naschen diverser Süßigkeiten oder einfach dafür, bei Amazon zu bestellen. Eine Echtzeit-Grafik zeigt, was die Deutschen im Büro so tun – außer arbeiten.

Büromenschen haben einen relativ ähnlichen Tagesablauf: Sie fahren morgens pünktlich zur Arbeit, legen an Schreibtisch und Computer los, machen vielleicht zwischendurch eine Mittagspause, besuchen Meetings und gehen abends nach getaner Arbeit wieder nach Hause. Das stimmt auch, fast jedenfalls. 

Denn tatsächlich kommt jeder Arbeitnehmer durchschnittlich ein mal pro Woche zu spät an den Arbeitsplatz. Rund 2,5 Stunden seiner wöchentlichen Arbeitszeit klickt er sich durch Facebook. Hinzu kommt die Zeit, die er mit dem Lesen von Online-Magazinen oder dem Shoppen bei Amazon verbringt (60 Prozent des Online-Shoppings in Deutschland passiert während der Arbeitszeit, das macht in zehn Stunden Waren im Wert von 2300 Euro).

Mehr als zwei der sechs Stunden für unproduktive Meetings

Man könnte nun meinen, diese Zeit ist der Ausgleich für anstrengende und intensive Meetings. Laut der Echtzeitgrafik der Online-Kreditplattform Auxmoney gehen mehr als zwei der sechs Stunden, die deutsche Arbeitnehmer in Meetings verbringen, allerdings für unproduktive Meetings drauf. Der Grund: rund 39 Prozent der darin beschlossenen Ziele werden niemals umgesetzt. 

Das könnte dann wiederum doch erklären, warum der Arbeitsalltag so stressig ist, dass jeder Bürohengst rund 32 Kilo Süßes pro Jahr futtert und täglich über 36 Millionen Tassen Kaffee in Deutschland getrunken werden. Obendrein kommen die 135 Blicke, die jeder einzelne Arbeitnehmer pro Tag auf sein Handy wirft, um von Uhrzeit über Apps bis hin zu Anrufen die neuesten Meldungen zu checken. Alles neben der eigentlichen Job-To-Do-Liste.

2,6 Überstunden pro Woche ganz normal 

Gänzlich unproduktiv sind die deutschen Büros deswegen aber natürlich auch nicht. Im Gegenteil: etwa 2,6 Überstunden wöchentlich sind hier ganz normal, bei einem durchschnittlichen Lohn von 3257 Euro pro Monat. Ist dann doch mal der Feierabend erreicht, kann es gut sein, dass Arbeitnehmer letztlich noch etwas Romantik mit aus dem Büro nehmen: von den durchschnittlich 24 Dates, die Singles im Jahr haben, findet ein Viertel mit Kollegen statt. Aber sehen Sie selbst: 

 
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