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Köln
Auch erhöhter Hirndruck kann Demenz auslösen

Köln. Bei Verdacht auf Demenz sollten Angehörige Ärzten zufolge auf Anzeichen für den sogenannten Altershirndruck achten. "Er ist eine der wenigen Demenzformen, die man gut behandeln kann", sagte der Neurologe Christian Dohmen vom Universitätsklinikum Köln. "Je früher man das erkennt, desto besser ist die Prognose." Beim sogenannten Normaldruck-Hydrozephalus, wie Mediziner die Krankheit nennen, sammelt sich Wasser in den Hirnwasserkammern, die sich dadurch erweitern und auf Teile des Gehirns pressen. Die drei typischen Symptome für Altershirndruck sind ein schlurfender Gang, eine beginnende Harninkontinenz und Störungen im Kurzzeitgedächtnis.

"Angehörigen fällt dies in der Regel zuerst auf", sagte Dohmen. Durch einen frühen Eingriff können Symptome gelindert werden. Auch bei Demenzformen, bei denen das Gefäßsystem in Mitleidenschaft gezogen sind, sind in gewissem Maße behandelbar; man nennt dies die vaskuläre Demenz. In jedem Fall bedürfen Betroffene einer genauen Diagnostik durch einen erfahrenen Neurologen.

(epd)
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