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Langen
Bundesinstitut warnt vor Wirkstoff Daclizumab

Langen. Der bei Multipler Sklerose (MS) eingesetzte Wirkstoff Daclizumab steht im Verdacht, die Leber zu schädigen. Die zuständigen Behörden überprüfen in Europa und Deutschland das mit diesem Wirkstoff arbeitende Medikament Zinbryta. Der Hersteller Biogen empfiehlt unterdessen, Daclizumab nicht mehr bei Patienten einzusetzen, deren Leber bereits vorgeschädigt ist, und rät, die Leberwerte der Patienten regelmäßig zu kontrollieren. In einem sogenannten Rote-Hand-Brief wird die Indikation entsprechend eingeschränkt. Das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Paul-Ehrlich-Bundesinstitut im hessischen Langen stellte die Informationen gestern auf seiner Internetseite ein.

Ärzte werden gebeten: "Bitte überprüfen Sie umgehend für jeden ihrer Patienten, der derzeit Daclizumab anwendet, ob dieses Arzneimittel weiterhin eine geeignete Behandlung für diesen Patienten ist." Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte die Überprüfung des Wirkstoffs eingeleitet, nachdem eine Patientin während einer Studie an einer Leberinsuffizienz gestorben war.

(dpa)
 
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