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Berlin
Drei Prozent Fehldiagnosen bei der Mammografie

Berlin. Bei der Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland kommt es in drei Prozent der Fälle zu Falschdiagnosen. Insgesamt werde bei 6 von 1000 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren durch systematische Röntgenuntersuchungen Brustkrebs entdeckt, teilte die Kooperationsgemeinschaft Mammografie mit. Insgesamt erhielten dabei "nur drei Prozent" der regelmäßigen Teilnehmerinnen eine falsche Tumordiagnose. Damit liege Deutschland bei den falsch-positiven Befunden unter dem Grenzwert von fünf Prozent, den die Europäischen Leitlinien empfehlen. Von rund 2,9 Millionen untersuchten Frauen, die der Einladung zum Screening folgten, bekamen nach den jüngsten Zahlen 17.

430 die Diagnose Brustkrebs. Allerdings wurden zuvor fast 129.000 Frauen erneut eingeladen, weil mindestens ein geschulter Arzt den Befund auffällig fand. "Das Mammografie-Screening steht wegen vermeintlich vieler Falschdiagnosen in der Kritik", sagt Vanessa Kääb-Sanya von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Ärzte im Screening müssten jedoch jedem begründeten Verdacht nachgehen, um kein Karzinom zu übersehen.

(dpa)
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