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Lack und Farbe im Fleisch
Experten warnen vor Bierdosen-Hähnchen

Düsseldorf. Bierdosen-Hähnchen sind bei vielen Hobby-Grillern beliebt. Selbst Star-Köche wie Jamie Oliver geben Tipps, wie das Gericht am besten gelingt. Jetzt aber warnen Experten: Giftstoffe können schneller ins Fleisch geraten, als man bisher dachte. 

Die Verbraucherzentrale NRW warnt aktuell davor, Hähnchen auf einer Bierdose zu grillen: "Bei der in Kochsendungen und Internetforen vielfach propagierten Gaudi können sich durch die Mixtur aus hohen Grill-Temperaturen, Fett und Alkoholdämpfen gesundheitsschädliche Stoffe aus Dosenlack und Druckfarben lösen und ins Lebensmittel gelangen."

Die Warnung stützt sich auf einen Hinweis des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), dass die Verbraucherschützer um eine Prüfung gebeten hatten. Das BfR hält das derzeit beliebte Grillvergnügen, bei dem das ganze, gewürzte Huhn mit der hinteren Körperöffnung über die geöffnete Bierdose gestülpt und in den Kugelgrill oder Backofen gestellt wird, für bedenklich.

Begründung: Durch die Hitze beim Grillen und Braten können sich ungesunde Substanzen aus der bedruckten Außenseite und der beschichteten Innenseite der Bierdose lösen und in das Hähnchenfleisch übergehen.

Die Verbraucherzentrale NRW rät: "Wer auf die bedenkliche Würze aus Farben und Lack verzichten möchte, sollte statt 'Bierhintern-Huhn‘ oder 'besoffenen Hähnchen‘ gegrilltes Geflügel besser auf einem speziellen Hähnchenbräter mit Flüssigkeitsbehälter zubereiten."

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