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Dank gesunder Ernährung endlich schmerzfrei
Purinarme Ernährung gegen Gicht und Gelenkschmerzen

So wurden die Smoothies gemixt
So wurden die Smoothies gemixt FOTO: Saskia Nothofer
Düsseldorf. Purin ist einer der Rückstände von Harnsäure, die im Körper langfristig schadhafte Wirkungen nach sich ziehen. Gicht gilt als schmerzhafte Folge, die sich nur zum Teil behandeln und lindern lässt.

Diese schmerzhaften Gelenkbeschwerden starten zumeist im großen Zeh. Die purinarme Ernährung wirkt diesen Beschwerden entgegen.

Vegetarier und Menschen, die nur selten Alkohol zu sich nehmen, sind von der Gicht im Regelfall nicht betroffen. Mit zunehmendem Wohlstand der Bevölkerung in den 1970er-Jahren trat auch die Gichterkrankung wieder häufiger auf und ist unter anderem auf einen übermäßigen Fleischkonsum zurückzuführen. Heute sind etwa zwei Prozent aller Bundesbürger von zu hohen Gichtwerten betroffen. Es ist davon auszugehen, dass rund drei Prozent aller Männer über 65 bereits mit einem Gichtanfall zu kämpfen hatten. Eine purinarme Ernährung ist in diesem Fall unausweichlich.

Purinarme Ernährung schützt vor dem Ausbruch der Krankheit

Neben den Lebensumständen besteht bei einem Großteil der Gichtpatienten eine Veranlagung zur Krankheit. Doch erst mit der Störung des Stoffwechselsystems kommt es im Endeffekt zum Ausbruch. Den Grund dafür finden Sie in der energiereichen Ernährung, im hohen Alkoholkonsum sowie in körperlicher Anstrengung und Fastenkuren. Können die Nieren nicht mehr genug Harnsäure ausscheiden, staut sich diese im Blut an und lagert sich in den Gelenken ab. Die purinarme Ernährung wirkt diesem Zustand entgegen und senkt den Harnsäurespiegel im Körper.

Purinarme Ernährung meidet Fleisch und Hülsenfrüchte

Purine kommen in den Zellkernen vor. In der Folge gelten Lebensmittel mit vielen Kernen als purinreich, wie zum Beispiel Innereien, Nieren und Leber, Fisch und Schwarte oder Meerestiere. So lässt sich eine purinarme Ernährung auch als ovo-lakto vegetarische Ernährung beschreiben. Doch Vorsicht: Einige rein pflanzliche Lebensmittel enthalten auch eine hohe Konzentration von Purinen. In diesem Zusammenhang ist auf Hülsenfrüchte und Sojabohnen zu verweisen - auch diese Lebensmittel sind in der purinarmen Schonkost zu meiden. Als purinfrei gelten vor allen Dingen Milchprodukte, Öle, Honig und Stärke.

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