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Verbraucherzentrale NRW warnt
Mehr als elf Stück Würfelzucker in 250 Gramm Fruchtjoghurt

So viel Zucker steckt wirklich in Fruchtjoghurts
So viel Zucker steckt wirklich in Fruchtjoghurts FOTO: Verbraucherzentrale NRW
Düsseldorf. Die Verbraucherzentrale NRW hat 16 Joghurtprodukte auf ihren Zuckergehalt überprüft - mit erschreckendem Ergebnis. Oftmals ist die vermeintlich gesunde Milchspeise so stark gezuckert wie Süßigkeiten. Von Susanne Hamann

Zwei Becher Joghurt pro Woche isst jeder Deutsche im Schnitt. Das Produkt soll gesund und eine leichte Mahlzeit sein sowie die Darmflora verbessern. Was viele nicht wissen: Vor allem in Fruchtjoghurts sind teils große Mengen Zucker versteckt. Wie viel genau, hat die Verbraucherzentrale NRW (VZ NRW) in einem Marktcheck herausgefunden. 

16 verschiedene Joghurtprodukte mit Fruchtzubereitung wurden dafür auf ihren Zuckergehalt überprüft, und somit auch darauf, ob sie wirklich als gesundes Lebensmittel zu bezeichnen sind.

Berücksichtigt wurden Joghurts von namhaften Anbietern in verschiedenen Bechergrößen und Geschmacksrichtungen, die im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sind. Der Zuckergehalt wurde nicht nur pro 100 Gramm gemessen, sondern auch pro Becher.

Das Ergebnis: "Schaut man sich die Nährwertangaben auf den Packungen an, findet man bis zu fünf verschiedene Zuckerarten in einem Becher und so hohe Zuckergehalte, dass sie im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nicht zu empfehlen sind", schreiben die Tester in ihrem Bericht. 11,5 Stück Würfelzucker sind in einem 250-Gramm-Becher von "Der Große Bauer Kirsche" laut VZ NRW zu finden. Damit ist das Produkt der Testverlierer. Das gesamte Ergebnis finden Sie in dieser Bilderstrecke. 

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll die verzehrte Zuckermenge pro Tag weniger als zehn Prozent der täglichen Energie liefern. Das sind 50 bis 60 Gramm für Erwachsene und beispielsweise etwa 30 Gramm für ein vier- bis sechsjähriges Kind. Manche Joghurts liefern allerdings laut Nährwertangaben der Hersteller fast die Tagesmenge an Süßem für Kinder und immer noch die Hälfte der empfohlenen Zuckermenge für Erwachsene.

Um heimliche Zuckerbomben bei Fruchtjoghurts zu vermeiden, empfiehlt die VZ NRW, auf Naturjoghurts zurückzugreifen und frisches Obst hineinzugeben.

(ham)
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