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Das kleine Alphabet der Zusatzstoffe
Was steckt in Lebensmitteln?

Apps: Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln
Apps: Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln FOTO: rpo/Christoph Schroeter
Düsseldorf. Auf der Rückseite von Lebensmittelverpackungen sind allerhand Zusatzstoffe aufgelistet. Bei dem Dschungel aus Fachbegriffen blicken Verbraucher nicht immer durch. Wir erklären, was es mit den Nummern und Fremdwörtern auf sich hat. Von Marie Jansen

Wer sich eine Lebensmittelverpackung aus dem Supermakt einmal näher angeschaut hat, hat bestimmt die unterschiedlichen E-Nummern bemerkt. E-Nummern werden innerhalb der Europäischen Union gebraucht, um Zusatzstoffe in Lebensmitteln zu kennzeichnen. Die Nummer bestehen aus einem Code, der auch außerhalb der Landesgrenzen verstanden wird. Viele Zusatzstoffe haben mehrere Funktionen und können Konservierungsmittel und Süßungsmittel zugleich sein. Hier können Sie die E-Nummer auf Ihrem Produkt nachschlagen.

Gesetzlich sind derzeit rund 316 Zusatzstoffe EU-weit erlaubt. Unterschieden wird zwischen Farbstoffen, Süßungsmitteln und anderen Zusatzstoffe. Unter die letzte Kategorie fallen unter anderem die Folgenden:

Antioxidationsmittel: Antioxidationsmittel machen die Produkte haltbar. Sie verhindern, dass Inhaltsstoffe des Nahrungsmittels mit Sauerstoff in Verbindung kommen und schlecht werden. Die Mittel werden häufig eingesetzt und sind beispielsweise in Kartoffelspeisen, Kaugummis oder Eiscreme zu finden. Beim Menschen können sie leichte allergische Reaktionen hervorrufen. Stehen auf der Produktbeschreibung die Nummern E-300 bis E-310, wurden Antioxidationsmittel verwendet.

Emulgatoren: Emulgatoren bewirken, dass sich beispielsweise Öl und Wasser mischen lassen. Zwei nicht mischbare Stoffe werden zu einer Emulsion. Enthalten sind Emulgatoren beispielsweise in Brot, Eiscreme und Margarine.

Geschmacksverstärker: Damit ein Lebensmittel den richtigen Geschmack hat, werden in der Industrie Geschmacksverstärker benutzt. Viele der Substanzen, die beigemischt werden, sind organische Stoffe. Stoffe wie beispielsweise Hefeextrakt oder Aromen jeglicher Art, besitzen einen hohen Anteil an Aminosäuren.

Weitere erlaubte Zusatzstoffe sind: Festigungsmittel, Feuchthaltemittel, Füllstoffe, Geliermittel, Komplexbildner, Konservierungsmittel, modifizierte Stärken, Säuerungsmittel, Säureregulatoren, Schaummittel, Schaumverhüter, Schmelzsalze, Stabilisatoren, Trägerstoffe einschließlich Trägerlösungsmittel, Treib- und Packgase, Trennmittel, Überzugsmittel und Verdickungsmittel. Eine ausführliche Übersicht und eine Suchmaschine, mit der Sie einzelne Produkte suchen können, finden Sie auf der Seite www.das-ist-drin.de.

Lebensmittelfarbstoffe: Farbstoffe sind chemische Verbindungen, die ein Nahrungsmittel färben. Oftmals sind die natürlichen Färbungen der Lebensmittel für den Verbraucher nicht ansprechend, also wird durch Zugabe von Zusatzstoffen nachgeholfen. Die meisten Farbstoffe sind synthetische Stoffe, sogenannte naturidentische Stoffe, da sie von in der Natur bestehenden Stoffe nachgebildet werden. Stoffe pflanzlichen Ursprungs sind beispielsweise Betanin oder Chlorophyll.

Süßungsmittel: Viele Produkte haben von Natur aus nicht die Süße, die wir gewohnt sind, also werden Süßungsmittel hinzugegeben. Solche können organisch-chemische Verbindungen sein, wie Monosaccharide oder Disaccharide. Bei den zugelassenen Beigaben wird zwischen natürlichen und synthetischen Zusatzstoffen unterschieden.

 

(anch)
 
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