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RP-Trainer Uwe Felten erklärt
Das sind die häufigsten Trainingsfehler

Kniebeugen und Squats richtig ausführen
Düsseldorf . Als Personal Trainer erlebt Uwe Felten täglich, wie Trainierende Übungen falsch oder sogar gesundheitsgefährend ausführen. Ausfallschritt, Gewichtheben, Trainingsablauf – Uwe Felten zeigt im Video was falsch ist und wie es richtig geht.

Kniebeuge: Viele glauben, Sie wissen, wie man eine Kniebeuge ausführt, schließlich macht man diese Übung schon in Kindertagen. Tatsächlich ist der Kinderkörper aber viel flexibler. Heute nutzen viele außerdem zusätzlich Gewichte wie eine Langhantel, um das Training zu intensivieren. Aus diesem Grund sollte der Übungsablauf unbedingt kontrolliert werden. Das verhindert Verletzungen in den Knien und im Rücken. Wie Sie einen Squat – also eine Kniebeuge – richtig ausführen, sehen Sie hier:

RP-Personal Trainer Uwe Felten zeigt die effektivsten Liegestütz-Variationen

Hohlkreuz: "Hilfe, ich mache ein Hohlkreuz bei vielen Übungen", hört Uwe Felten oft von den Trainierenden. Seine Antwort: "Ja, und genau das ist gut so." Diese Lordose (Hohlkreuz) ist bei den meisten schweren Ganzkörperübungen wie Kniebeuge, Kreuzheben oder Rudern sogar äußerst wichtig. Sie verhindert die Rundung im unteren Rücken und damit eine Verletzung der Bandscheiben.

Trainingsaufbau: Sie stürzen ins Studio und beginnen sofort mit Bizepsübungen? Ganz falsch! Starten Sie immer mit den schweren Grundübungen für die großen Muskelpartien wie Rücken, Beine oder Brust. Wenn diese Gruppen abgearbeitet sind, können die "kleineren" Muskeln wie Bizeps, Wade oder Trizeps trainiert werden... aber erst dann.

Aufwärmen: "Aufwärmen ist was für Weicheier" – das ist auch ein Satz, den Uwe Felten immer wieder hört. Tatsächlich helfen die zehn bis 20 Minuten jedoch, sich auf die kommende Belastung vorzubereiten. Dabei wird die Körpertemperatur erhöht, die Sauerstoffaufnahme optimiert, die Durchblutung angeregt und die Gelenkflüssigkeiten auf Betriebstemperatur gebracht. Feltens Tipp: Nehmen Sie sich die 15 Minuten Zeit – Ihr Körper wird es Ihnen danken, und sie werden deutlich erfolgreicher im Training sein. Ganz abgesehen von den Verletzungsrisiken, die Sie sich ersparen.

Armtraining: Sie wünschen sich unbedingt starke und eindrucksvolle geformte Arme? Das ist verständlich. Aber bitte vernachlässigen Sie nicht Ihren "Core", Ihren Körperkern. Ein starker Bauchmuskel und ein massiver unterer Rücken sind die Basis für alle anderen schweren Übungen. Erst wenn dieses Fundament steht, werden Sie richtig schwer trainieren können. Starke Arme allein reichen dafür nicht aus. Zudem führt einseitiges Training zu muskulären Dysbalancen, die erstens ästethisch nicht gut aussehen und zweitens zu gesundheitlichen Problemen führen können. Es gilt deshalb: Trainieren Sie Ihren ganzen Körper!

Trainingsintensität: Bleiben Sie nicht immer in Ihrer Komfortzone. Gehen Sie hin und wieder an Ihre Grenzen – sowohl im Ausdauertraining als auch im Kampf gegen die Gewichte. Versuchen Sie alle paar Wochen einen Maximalkraftversuch! Oder machen Sie Ihre Ausdauereinheit zu einem Intervalltraining. Fordern und fördern Sie Ihren Körper. Lassen Sie ihn neue Grenzen erreichen. Nur das führt auch dazu, dass der Körper sich verändert und sich den sportlichen Anforderungen anpasst.

Trainingsablauf: Trainieren Sie nicht immer nach dem gleichen Schema. Unser Körper ist eine extrem effiziente Maschine. Schnell hat sie sich daran gewöhnt, was Sie von ihr verlangen und wird immer besser darin, diese Anforderungen möglichst energieschonend zu erfüllen. Zwingen Sie Ihren Körper immer wieder zu neuen und ungewohnten Übungen, variieren Sie Wiederholungs- und Satzzahlen. Nutzen Sie immer wieder andere Ansätze, um Muskeln anzusprechen. Warum immer nur Bankdrücken, wenn Sie die Brust trainieren wollen? Wechseln Sie mit Butterfly, Fliegenden oder Überzügen ab.

Hier zeigt Uwe Felten im Video die häufigsten Trainingsfehler, und wie die jeweilige Übung richtig aussehen muss.

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