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Sprechstunde
Kühltruhe gegen Asthma

Hausstaubmilben-Allergiker bekommen nicht selten auch Asthma. Für sie ist wichtig, dass einige hygienische Maßnahmen befolgt werden.

Unsere Leserin Katja N. (43) aus Wermelskirchen fragt: "Bei meinem Sohn ist eine milde Asthma-Erkrankung im Rahmen einer Hausstaubmilben-Allergie festgestellt worden. Gibt es außer den Medikamenten, die er jetzt nehmen muss, weitere Maßnahmen, die wir als Eltern selbst einleiten können?"

Johannes Uerscheln Auslöser der Beschwerden Ihres Sohnes ist, so unappetitlich sich das hier beim Lesen auch anhört, der Kot der Hausstaubmilben, der neben den Pollen und den Tierhaaren einer der häufigsten Auslöser allergischer Reaktionen ist. Die Hausstaubmilben machen einen sehr großen Anteil des Staubes in unseren Wohnungen aus. Sie leben von Hautschuppen und benötigen zudem Feuchtigkeit, Wärme und Rückzugsgebiete, die sie beispielsweise in Matratzen und Teppichen finden.

Zur Besserung der allergischen Symptome sollte die Milbenzahl reduziert werden. Da es nicht zu verhindern ist, dass Milben über die Kleidung, durch Staub oder durchs Lüften eingeschleppt werden und somit ein einmaliges Abtöten durch Chemikalien nur kurzzeitig Erfolg haben kann, sollte das Nahrungsangebot der Milben, das aus den menschlichen Hautschuppen besteht, reduziert und die Wohnumgebung für die Milben ungemütlich gemacht werden.

Hierzu kann man die Matratze wöchentlich absaugen, da im Bett die meisten Hautschuppen zu finden sind. Wichtig ist, dass der Staubsauger die kleinen Allergenpartikel auch zurückhält. Ergänzend können Matratzenüberzüge verwendet werden, die so dicht gewebt sind, dass sie die winzigen Milbenkotbällchen nicht durchlassen. Kopfkissen und Bettdecken sollten waschbar sein und alle drei Monate bei 60 Grad gewaschen werden, um die Milben abzutöten. Alternativ können die Milben auch durch das Lagern der Bettutensilien in der Kühltruhe über eine Nacht hinweg vermindert werden. Nicht zuletzt sollte man die Schlaf-, aber auch die übrigen Wohnräume mehrfach täglich lüften, um die Raumluftfeuchtigkeit zu senken.

Zu den Fußböden gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Sicherlich bietet ein wischbarer Fußboden, der täglich gereinigt wird, einen guten Schutz vor zu vielen Hausstaubmilben. Allerdings wird, wenn er doch staubig bleibt, mehr Staub bei Erschütterungen etwa durch das Auftreten aufgewirbelt als bei einem niederflorigen Teppich.

Daher müssen umfangreiche Renovierungen der Wohnungsböden gar nicht durchgeführt werden. Nur hochflorige Teppiche und opulente Wandtextilien und Vorhänge sollten gemieden werden. Wirkungsvoll hingegen ist regelmäßiges Wischen der Böden oder Saugen der Teppiche.

Quelle: RP
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