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Berlin
Langer Weg zur Arbeit belastet die Psyche

Berlin. Arbeitnehmer leiden psychisch unter einer großen Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort. Das geht aus einer Fehlzeitenanalyse der Krankenkasse AOK hervor. Demnach liegen die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen bei Arbeitnehmern, die mindestens 50 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, um 15 Prozent höher als bei denjenigen, die maximal zehn Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen. Bei AOK-versicherten Beschäftigten mit einer Entfernung von maximal zehn Kilometern zum Arbeitsplatz hat es laut Bericht im vergangenen Jahr elf Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Mitglieder aufgrund psychischer Erkrankungen gegeben.

Bei einer Wegstrecke von mindestens 50 Kilometern seien es zwölf Fälle gewesen. Am größten sei der Anstieg der Fehltage in der Gruppe der Arbeitnehmer gewesen, die nach einem Wohnortwechsel mehr als 50 Kilometer zur Arbeit fahren müssten. "Es lohnt sich, wenn Beschäftigte ihren Arbeitsweg verkürzen oder Arbeitgeber ihre Mitarbeiter beispielsweise bei der Wohnungssuche vor Ort unterstützen", sagte der stellvertretende Vorsitzende, Helmut Schröder.

(kna)
 
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