Infostrecke

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger

Norovirus

Der Norovirus ist für die meisten Magen-Darm-Infekte in der Winterzeit verantwortlich. Er ist sehr aggressiv und legt im Handumdrehen ganze Familien oder Gemeinschaftseinrichtungen lahm.

Jahreszeitliche Häufung in den Wintermonaten vor allem von Januar bis März.

Symptome: Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchweh, schwallartiges Erbrechen, Durchfall.
Inkubationszeit: 6 Stunden bis 3 Tage
Erkrankungsdauer: ein bis drei Tage. Allerdings scheidet man das Virus noch bis zu zwei Wochen nach der akuten Erkrankung aus. Hygiene ist also auch danach noch wichtig.
Übertragugsweg: per Schmierinfektion über Gegenstände, Kleidung, Türklinken, Wasserhähne, Handtücher oder Lichtschalter. Auch per Tröpfcheninfektion.
Die Viren überleben bei Temperaturen zwischen minus 20 und plus 60 Grad Celsius, sind also sehr resistent.

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger

Rotavirus

Durchfall bei Kindern geht zu 80 Prozent auf das Konto von Rotaviren. Da er besonders Säuglingen gefährlich werden kann, weil sie sehr schnell austrocknen und den Flüssigkeitsverlust nicht mehr ausgleichen können, gibt es für Säuglinge zwischen sechs und 32 Wochen eine Impfung gegen diesen Erreger. Rotaviren sind ähnlich wie Noroviren hoch infektiös. Bereits zehn bis 100 Viren reichen, um Beschwerden auszulösen.

Jahreszeitliche Häufung in den Wintermonaten.

Symptome: Wässrige Durchfälle, Erbrechen, Fieber und Schmerzen. Im Stuhl sind oft Schleimbeimengungen sichtbar.
Inkubationszeit: 1 bs 3 Tage
Erkrankungsdauer: 2 bis 6 Tage. Die Viren werden jedoch auch nach der akuten Erkrankung noch rund acht Tage lang über den Stuhl ausgeschieden.
Übertragungsweg: Überwiegend durch Schmierinfektion, aber auch durch kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel.

 

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger

Adenoviren

Adenoviren sind weltweit verbreitet und sind hierzulande in bis zu zwölf Prozent der Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kinder beteiligt. Können vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen zu Kleinepedemien führen.

Symptome: Fieber, Bauchschmerzen und heftige wässrige Durchfälle.
Inkubationszeit: 5-12 Tage
Erkrankungsdauer: 2-4 Tage
Übertragungsweg: von Mensch zu Mensch - nur starke Desinfektionsmittel können sie abtöten.

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger

Salmonellen

Salmonelleninfektionen sind meist lebensmittelbedingt. Oft erkranken ganze Familien oder die Erreger lösen regelrechte Epidemien aus. Als Infektionsquellen kommen besonders Produkte aus Geflügel-, Rinder- und Schweinefleisch in Frage, auch Hackfleisch ist ein idealer Nährboden für die Bakterien. In rohen Eiern und Speisezubereitungen wie Eischäumen, Cremes, Konditoreiwaren, Mayonnaise und Speiseeis können die Erreger ebenfalls enthalten sein.

Jahreszeitliche Häufung vor allem in den Sommermonaten.

Symptome: wässrige Durchfälle, die im weiteren Verlauf blutig sein können, Bauchschmerzen, Übelkeit, in manchen Fällen Fieber, Erbrechen und Kopfschmerz
Inkubationszeit: 5 bis 72 Stunden
Erkrankungsdauer: wenige Stunden bis Tage
Übertragungsweg: Oral über Lebensmittel, über Berührung infizierter Menschen oder Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und Gegenständen. Keime werden auch nach der akuten Erkrankung noch Wochen bis Monate ausgeschieden. Manchmal bleiben Menschen Dauerausscheider.

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger

Escherichia (E. coli)

Coli-Bakterien  machen einen gesunden Teil unseren gesunden Darmflora aus. Allerdings gibt es aggressive Vertreter dieser Familie, die Giftstoffe bilden und ein mitunter sehr schweres Krankheitsbild verursachen. Therapie in manchen Fällen mit Antibiotika.

Jahreszeitliche Häufung eher im Sommer.

Symptome: Schmerzhafte, wässrige Durchfälle, manchmal mit Blutbeimengung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
Inkubationszeit: Stunden bis wenige Tage
Erkrankungsdauer: 1 bis 2 Tage
Übertragungsweg: von Mensch zu Mensch, per Schmierinfektion, über verunreinigte Nahrung, Rohmilch und Wasser

Das sind die häufigsten Magen-Darm-Erreger

Campylobacter jejuni
Infektionen durch Bakterien der Gattung Campylobacter sind weltweit verbreitet. Vor allem Kinder bis sechs Jahre und junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren sind häufig betroffen. Das Bakterium ist in der Natur weit verbreitet und kommt unter anderem bei Wild- und Haus- sowie Nutztieren vor. Der Erreger kann sich nicht außerhalb seines Wirts vermehren.

Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, wässrige mitunter blutige Durchfälle, Leibschmerzen
Inkubationszeit: 2-5 Tage, in Einzelfällen bis zu 10 Tage
Erkrankungsdauer: Bis zu einer Woche, manchmal länger. Die Betroffenen sind so lange infektiös, solange der Erreger über den Stuhl ausgeschieden wird. Durch die Gabe von Antibiotika kann die Ausscheidungszeit verkürzt werden.
Übertragungsweg: Von Mensch zu Mensch, über Haustiere, durch Baden in kontaminierten Gewässern oder durch lebensmittelbedingte Übertragung/Verzehr. Häufig über nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch und Geflügelprodukte, nicht pasteurisierte Milch, rohes Hackfleisch