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Countdown: Zwei Tage bis zu den Sommerferien
So werden Sie auf gesunde Weise braun

Wenn Stars Sonnenbrand haben
Wenn Stars Sonnenbrand haben FOTO: Screenshot Twitter
Düsseldorf . Sonnenbaden im Urlaub gehört nicht nur zu den entspannendsten Momenten, braungebrannte Haut ist für die meisten auch das liebste Souvenir aus den Ferien. Wie aber können Sie sich sonnen, ohne dass Hautschäden drohen? Wir haben die Antworten. Von Susanne Hamann

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland. Aus diesem Grund machen sich viele Menschen Sorgen, dass sich das Sonnenbad im Urlaub zu Hause zur Gesundheitsgefahr entwickelt. Abwegig ist das nicht. "Grundsätzlich ist jeder Sonnenstrahl in der Lage Hautkrebs auszulösen", sagt Dr. Norbert Neumann, stellvertretender Direktor der Hautklinik der Uni-Klinik Düsseldorf. Gleichzeitig bedeutet das aber nicht, dass man sich der Sonne völlig entziehen muss.

Laut dem Mediziner gibt es eine simple Formel, auf die sich gesundes Sonnenbaden herunter brechen lässt: "Zwischen 11 und 15 Uhr gehört der Mensch nicht an den Strand", sagt Neumann. "Denn dann haben die Sonnenstrahlen eine UV-Belastung von 80 bis 90 Prozent." Das ist der höchste Anteil den sie an einem Tag in Sonnenstrahlen einnehmen.

"Wer sich daran hält, der macht schon sehr viel richtig", weiß Neumann, "zumal es so ist, dass man auch im Schatten braun wird, es dauert nur etwas länger." Etwas mehr Zeit muss zwar eingerechnet werden, dafür betrage die UV-Belastung unter dem Sonnenschirm oder unter einer großen Palme aber auch nur etwa 50 Prozent.

Die besten Tipps gegen Sonnenbrand FOTO: dpa, Britta Pedersen

Was Sie über Sonnencreme wissen müssen

Auch Sonnencreme hilft laut dem Experten nicht ausreichend, um sich zur Mittagszeit in die pralle Sonnen legen zu können. Das liegt schon daran, dass die meisten sie falsch auftragen: "Mann müsste Sonnencreme mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen und dann einen Lichtschutzfaktor 50 oder gar mehr benutzen", sagt Neumann. "Das ist aber einfach nicht realistisch." Mindestens Lichtschutzfaktor 30 sollte aber immer gewählt werden.

Grund dafür ist, dass das Braunwerden in europäischen Breitengraden zwar als Schönheitssymbol gilt, von der Haut jedoch eigentlich ein Abwehrsystem gegen die Schäden ist, die die Sonne anrichtet - und zwar immer, wenn sie direkt auf die Haut scheint. Medizinisch gesehen ist Braunwerden also gar nicht wünschenswert.

Der Sonnenbrand ist so gesehen der maximale Schaden, der auf und in der Haut angerichtet werden kann. "Umgedreht heißt das nicht, das kein Schaden entsteht, nur weil kein Sonnenbrand zu sehen ist", sagt der Dermatologe.

Die regelmäßige Nutzung von Sonnencreme ist deshalb auch im Schatten wichtig - und für Wasserratten. Zwar sind viele Cremes als wasserfest ausgewiesen, tatsächlich bleibt der Schutz aber nach einem ausgiebigen Bad im Meer oder im Pool nicht ausreichend bestehen. Das gilt vor allem für die empfindliche Kinderhaut.

Was für ein Hauttyp sind Sie? FOTO: DAK

Ein Hautkrebs-Screening nach dem Urlaub in der Sonne, empfiehlt der Experte trotzdem nicht. "Die Sonne kann Muttermale so irritieren, dass Mediziner dann im Screening fälschlicherweise eine besorgniserregende Veränderung diagnostizieren, die sich mit etwas Zeit eigentlich von alleine zurückbilden würde."

 
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