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Pfusch- Implantate
Opfer bekommen nur 650 Euro

Paris. Im Skandal um verpfuschte Brustimplantate hat die Versicherung an fast 4500 Opfer eine Entschädigung in Höhe von knapp drei Millionen Euro ausbezahlt. Zuvor konnten die Frauen ihre Ansprüche geltend machen, berichtete der Versicherer Alliance France in Paris.

Im Durchschnitt haben die Opfer damit wenig mehr als 650 Euro bekommen. Frankreich war 2010 Ausgangspunkt des Skandals um Brustimplantate mit medizinisch nicht zugelassenem Silikon.

Von den schadhaften Produkten des Herstellers PIP waren Hunderttausende betroffen, in Deutschland wurde die Zahl von Frauen mit PIP-Implantaten auf mehr als 5000 geschätzt. Der TÜV Rheinland war 2013 als PIP-Kontrolleur verurteilt worden, 1700 Frauen je 3400 Euro zu zahlen. Der TÜV sieht sich selbst als PIP-Opfer und hat Berufung eingelegt.

(dpa)
 
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