Tipps und Tricks
Wasser im Ohr - Das empfiehlt der HNO-Arzt

Die besten Tipps gegen Wasser im Ohr
Die besten Tipps gegen Wasser im Ohr FOTO: rpo/ms
Düsseldorf. Wasser im Ohr ist besonders zur Freibad-Saison ein verbreitetes Problem. Ein Sprung ins Schwimmbecken oder das kurze Abtauchen in der Badewanne können schon genügen. Doch keine Sorge: Wir haben mit einem HNO-Arzt über das Phänomen "Wasser im Ohr" gesprochen und geben Hilfestellung.

Passieren kann es überall wo Wasser im Spiel ist. Im Badesee, im Schwimmbad, unter der Dusche oder in der Badewanne: Schnell läuft Wasser ins Ohr. Die Folge sind gelegentliches Knacken oder ein gedämpftes Hörvermögen. Und diese Symptome bleiben oft über Tage hartnäckig bestehen.

Wasser im Ohr ist jedoch nicht nur lästig, sondern auch ein Infektionsherd. Jede Art von Wasserrückständen im Ohr birgt eine Infektionsgefahr für den Gehörgang. Denn mit dem Wasser können Bakterien, Keime und Verunreinigungen ins Hörorgan gelangen. Auch ohne chemische Analyse kann einjeder erahnen, dass Badeseen oder Schwimmbecken Infektionsquellen sein können. Um eine Gehörgangs- oder Mittelohrentzündung zu vermeiden, sollte das Wasser daher schnell wieder aus dem Ohr entfernt werden.

Wasser im Ohr: Was der HNO-Arzt empfiehlt

Doch das ist schneller gesagt als getan: "Der Gehörgang ist nicht wie eine Tunnelröhre, sondern ein verwinkelt. Zum Trommelfell hin hat er eine kleine Senke, in der sich leicht Wasser sammelt", sagt Dr. Joachim Wichmann, Landesvorsitzender des Deutschen Berufsverbandes der HNO-Ärzte Nordrhein. Dort schwappt es also umher, bis es auf irgendeine Art und Weise wieder hinausbefördert wird. Denn, so fügt der Krefelder Facharzt an, "das Trommelfell lässt kein Wasser durch, wenn es intakt ist".

Neben dem verwinkelten Gehörgang kann auch Ohrenschmalz die missliche Lage verschlimmern. "In manchen Fällen liegt es wie Geröll auf einer Fahrbahn im Weg. Das Wasser kann darum nicht wieder aus dem Ohr abfließen." Schmalzpartikel, die mit Flüssigkeit in Berührung kommen, quellen manchmal sogar noch weiter auf und verschließen dann den Gehörgang vollständig.

Wie aber kann das Wasser nun wieder aus dem Ohr befördert werden? Der HNO-Fachmann rät:

Nehmen Sie keine Wattestäbchen, im Volksmund Q-Tip genannt, zur Hilfe. Alles, was HNO-Ärzte über die "Kuhtips" erzählen können, hat mit Schmerz und Leid zu tun. "Bei einfach gefertigten Wattestäbchen kann es passieren, dass die Watte im Gehörgang stecken bleibt", sagt der Landeschef des Berufsverbandes der HNO-Ärzte. Schmerzhaft wird es spätestens dann, wenn Betroffene versuchen, nicht nur das Wasser, sondern nun auch das Watteteil wieder aus dem Ohr zu bekommen.

Die Lösung ist: vorsichtig am Ohr ziehen. Es sieht unpopulär aus, ist jedoch deutlich wirkungsvoller, wie der Hals-Nasen-Ohren-Arzt bestätigt: "Ziehen Sie Ihr Ohr nach hinten oben und pusten Sie mit dem Föhn auf kleinster Stufe warme Luft hinein." Auf diese Art und Weise trocknet man das Wasser im Ohr und Sie gelangen schnell wieder zu vorheriger Hörstärke.

 
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