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Öko-Test
Jede dritte Zahnpasta fällt im Test durch

Die häufigsten Fehler bei der Zahnhygiene
Die häufigsten Fehler bei der Zahnhygiene FOTO: proDente e.V.
Düsseldorf . Zähneputzen verhindert Karies, das predigt jeder Zahnarzt. Aber nicht das Putzen allein, sondern auch die Zahnpasta ist wichtig. "Öko-Test" hat jetzt 36 Zahncremes auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Ergebnis: Augen auf beim Pastakauf! Von Susanne Hamann

36 Zahncremes wurden von der Zeitschrift "Öko-Test" ins Labor geschickt. Darunter waren sowohl Discounterware als auch Naturkosmetik und Markenprodukte. Die Verbraucherschützer wollten wissen, ob die Pasten mit schädlichen Inhaltsstoffen belastet sind, und ob der Fluoridgehalt hoch genug ist. 

Denn der starke Rückgang von Karies in den vergangenen 25 Jahren sei maßgeblich den fluoridhaltigen Zahnpasten zu verdanken, heißt es in dem Test. Welches Produkt allerdings das beste ist, darüber streiten sich Zahnärzte schon lange. Das Ergebnis des Tests: 

Acht Tipps gegen Mundgeruch FOTO: proDente e.V.
  • "Mangelhaft" und "ungenügend": 13 Zahnpasten erhielten die Bewertung "mangelhaft" oder "ungenügend" und fielen damit im Test durch, darunter "Lacalut Aktiv Medizinische Zahncreme", "Odol Med-3 Original" und "Signal Kariesschutz".
  • Negativ bewertete Naturkosmetik: Fünf Naturkosmetikprodukte fielen im Test durch: "Lavera Basis Sensitiv Zahncreme", "Weleda Calendula-Zahncreme", "Alviana Zahncreme Kräuter", "Sante Dental Med Zahncreme Minze", "Yalia Dentel Zahncreme Pfefferminze".
  • Kein Fluorid: Sieben der negativ bewerteten Produkte erhielten diese Note, weil sie kein Fluorid enthalten. Das betrifft alle Naturkosmetikpasten und zwei Markenprodukte: "Ajona Stomaticum Medizinisches Zahncremekonzentrat" und "Dr. Wolff's Biorepair Zahncreme".
  • Teures Markenprodukt: Vor allem die mit einem Kostenfaktor von 6,07 Euro sehr kostspielige Zahncreme "Dr. Wolff`s Biorepair" fiel gleich mehrfach negativ auf. Neben dem fehlenden Fluorid bemängelten die Prüfer auch, dass die Zahnpasta Propylparaben enthalte, ein Stoff, der im Verdacht steht, hormonell wirksam zu sein. Außerdem wirbt der Hersteller damit, dass die Zahnpasta Zink-Carbonat-Hydroxylapatit enthält, was Lücken im Zahnschmelz verschließen soll. Den Prüfern zufolge gibt es dafür jedoch keinen wissenschaftlichen Beweis.
  • Aronal und Dentagard: Auch die beiden Markenprodukte "Aronal" und "Dentagard" fielen im Test negativ auf. Zwar enthielt "Aronal" Fluorid, es wurden allerdings auch PEG und PEG-Derivate gefunden, die als krebserregend gelten. "Dentagard" kann laut Testern Allergien auslösen, weil sie halogenorganische Verbindungen enthält. Das Produkt "Dentagard Kräuter" schnitt deshalb mit "mangelhaft ab. Sowohl "Aronal", als auch "Dentagard" und "Ajona" enthalten zudem den Stoff Natriumlaurylsulfat, der die Schleimhäute reizen kann. 
  • Zink: Kritisch wurde auch der Inhaltsstoff Zink gewertet, der zwar wichtig sei, aber meist zu Genüge aus der Nahrung entnommen werden kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät deshalb, zinkhaltige Zahnpflegeprodukten als für Kinder ungeeignet zu deklarieren. Dieser Hinweis fehlt auf den Pasten "Aronal" und "Biorepair". 
  • "Sehr gut": Aber es gibt auch Testsieger. 19 Zahnpasten schnitten mit "sehr gut" ab, darunter auch das Markenprodukt "Elmex", an dem die Prüfer nichts auszusetzen hatten und zwei Naturkosmetikprodukte. Die gesamten Ergebnisse finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Öko-Test". Außerdem lagen auch einige Discounterprodukte vorne, etwa die Zahnpasta "All Dent Zahncreme Kräuter" von Penny, gefolgt von "Dentabella Med" aus der Norma und der Zahnpasta "Dentalux Complex 3 Mint Fresh" von Lidl.
  • Die besten Naturkosmetik-Zahncremes:  "Alterra Zahncreme Bio-Minze" und "Alverde 5 in 1 Zahncreme Nanaminze" erhielten beide das Prädikat "sehr gut". 
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