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Gesundheitsstudie
Länge der Krankmeldungen sind stark vom Beruf abhängig

BKK-Report: Berufstätige sind im Durchschnitt 16 Tage im Jahr krank
Wer als Reinigungskraft arbeitet, lässt sich statistisch gesehen länger krankschreiben als ein Informatiker. FOTO: dpa, kjh lof
Berlin. Wie lange Arbeitnehmer durch Krankheiten ausfallen, hängt stark von ihrem Beruf ab. So waren im vergangenen Jahr Reinigungskräfte mit 23 Fehltagen fast doppelt so lange krank wie Beschäftigte im IT-Bereich mit im Schnitt zwölf Tagen.

Laut dem am Dienstag in Berlin vorgestellten BKK-Gesundheitsreport fielen Berufstätige im Schnitt rund 16 Tage aus. Überdurchschnittlich viele Fehltage verzeichnete die Untersuchung auch für Beschäftigte in Verkehrs- und Logistikberufen, die im Schnitt an 22 Tagen krank gemeldet waren. Knapp dahinter folgten die Sicherheitsberufe mit 20,5 Tage. Neben dem IT-Bereich fanden sich dagegen am unteren Ende der Fehlzeiten-Statistik die Bereiche Recht und Verwaltung sowie Medienberufe mit jeweils rund 13 Tagen.

Burnout und Rückenprobleme

In Branchen, die Arbeitnehmer vor allem körperlich belasten, kommt es laut der Studie vor allem zu Fehlzeiten durch Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenleiden. In Berufen "mit hoher emotionaler Belastung" wie etwa in der Gesundheitsbranche gebe es dagegen besonders viele Fehltage aufgrund von psychischen Störungen, erklärte die BKK.

Auch die Zahl der durch Arbeitsunfälle verursachten Ausfälle hängt stark vom Berufszweig ab. Im Hoch- und Tiefbau werden im Schnitt 1,5 Tage je Beschäftigten durch einen Arbeitsunfall verursacht, in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung sind es dagegen lediglich 0,1 Tage.

Für die Studie wurden die Daten von 9,3 Millionen Versicherten analysiert, darunter 4,4 Millionen bei einer BKK versicherten Arbeitnehmer.

(bur/AFP)
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