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Stiftung Warentest
So unvorsichtig gehen Arztpraxen mit Patientendaten um

Die Hälfte der Arztpraxen gibt sensible Daten aus
FOTO: Shutterstock/Creativa Images
Berlin . Die Stiftung Warentest hat bei einer Stichprobe in 15 von 30 Praxen Lücken beim Datenschutz festgestellt. So gaben demnach zum Beispiel bei Anrufen Mitarbeiter medizinische Daten von anderen Patienten preis – und auch auf anderen Wegen.

Für die am Donnerstag vorab veröffentlichte Stichprobe hatten die Tester zu 30 Hausärzten Kontakt aufgenommen. In jeweils zehn Fällen kamen sie persönlich, riefen an oder schrieben E-Mails. Dabei stießen sie in der Hälfte der Fälle auf Datenlecks.

In drei von zehn besuchten Praxen konnten die Wartenden dem Test zufolge Intimes mithören. Dabei ging es etwa um eine Frau, die einen Platz im Pflegeheim brauchte. Am Telefon gaben acht der zehn Praxen Anrufern, die sich vorgeblich im Auftrag von Patienten meldeten, Auskunft, zum Beispiel über Laborwerte oder verordnete Arzneien. Nach E-Mail-Anfragen verschickten vier von zehn Praxen sensible Daten unverschlüsselt. Darunter war auch ein komplettes Laborblatt.

(AFP)
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