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Große Studie
Welcher Geburtsmonat das höchste Krankheitsrisiko birgt

Dieser Geburtsmonat birgt das höchste Krankheitsrisiko
Laut amerikanischen Forschern lässt sich am Geburtsmonat erkennen, welche Krankheiten ein Mensch in seinem Leben wahrscheinlich entwickelt. FOTO: Shutterstock.com/ CroMary
Düsseldorf . Manche Menschen werden schneller krank als andere – aber woran liegt das? In einer großangelegten Studie haben amerikanische Wissenschaftler einen Zusammenhang zum Geburtsmonat entdeckt. Demnach hängt das Risiko von über 50 Krankheiten vom Geburtstag ab. Von Susanne Hamann

In der Studie der Columbia-Universität analysierten Wissenschaftler die Daten von 1,7 Millionen Menschen aus New York, die zwischen 1900 und 2000 geboren wurden. Überprüft wurden 1688 Krankheiten darauf, ob sie bei Menschen, die in einem bestimmten Monat geboren sind, überdurchschnittlich häufig auftraten. Wie sich zeigte, war das bei über 55 Erkrankungen tatsächlich der Fall. Darunter waren Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Asthma und ADHS.

Das sind die Krankheiten nach Geburtsmonat

Wie sich zeigte, treten Herz-Kreislauf-Erkrankungen eher bei Menschen auf, die in den Frühlingsmonaten März und April geboren sind. Herbst-Kinder neigen insgesamt weniger dazu. Im März Geborene laufen die größte Gefahr, in ihrem Leben mit Herzkrankheiten kämpfen zu müssen.

Sterberisiko nach Wochentagen FOTO: dpa, Marius Becker

Asthma liegt bei Juli-, August-, und Septembergeborenen hoch, am wahrscheinlichsten prägt es sich aber bei Oktoberbabys aus. Menschen, die im Winter oder Frühling geboren sind, kommen eher um die Atembeklemmungen herum. Atemwegserkrankungen allgemein haben die Forscher jedoch insgesamt mehr bei Babys gefunden, die im Oktober oder im November geboren wurden.

Ebenfalls wahrscheinlicher ist es für Kinder aus den Monaten September, Oktober oder November, die Aufmerksamkeitsstörung ADHS auszuprägen. Wer zwischen Januar und April geboren ist, dürfte davon dagegen eher verschont bleiben. Neurologische Auffälligkeiten prägen vor allem Novemberbabys vermehrt aus.

Insgesamt betrachtet, so die Studie, tragen Oktobergeborene das größte gesundheitliche Risiko. Wer im Mai oder Juni auf die Welt kam, erfreut sich im Vergleich dagegen bester Gesundheit.

Einige der Zusammenhänge waren bereits bekannt, andere haben die Forscher neu entdeckt. Sie sehen darin die Möglichkeit, dass Ärzte Krankheiten und gesundheitliche Zusammenhänge schneller erkennen könnten.

Mit den Sternen hat das Ergebnis nichts zu tun. Laut Studie sehen die Wissenschaftler Umwelteinflüsse, denen ein Kind bei und nach der Geburt ausgeliefert ist, als wesentlichen Faktor für die unterschiedlichen Ausprägungen. 

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