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Auch ohne Trauschein
SPD möchte Kassen künstliche Befruchtung voll bezahlen lassen

Hintergrund: Fragen und Antworten zur Samenspende
Hintergrund: Fragen und Antworten zur Samenspende FOTO: dpa, Jan-Peter Kasper
Berlin. Wenn ledige Paare mit unerfülltem Kinderwunsch von der gesetzlichen Krankenkasse unterstützt werden wollen, ist das derzeit in Deutschland nicht möglich. Krankenkassen haben in der Vergangenheit kritisiert, dass diese Regelung an der Realtiät vieler Paare vorbei geht. Die SPD will das jetzt ändern. 

Alle paar können darauf hoffen, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine künstliche Befruchtung voll übernehmen. Die SPD will die gesetzlichen Krankenkassen verpflichten, die Kosten wieder voll zu übernehmen, und zwar nicht nur für Ehepaare.

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"Es handelt sich um ein medizinisches Problem, wenn Paare keine Kinder bekommen können. Daher gibt es keinen Grund, den Versicherten diese Leistung vorzuenthalten", sagte Bundestagsfraktionsvize Karl Lauterbach dem "Spiegel". Die Neuregelung solle nicht nur für Verheiratete gelten, sondern auch für Paare ohne Trauschein.

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD), die das schon länger fordert, unterstützt den Vorstoß aus der Fraktion. "Es ist ungerecht, dass der Kinderwunsch bei vielen Paaren an den extrem hohen Kosten der Kinderwunschbehandlung scheitert. Deshalb sollten die Kassen diese Kosten voll übernehmen", sagte sie der dpa.

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Ihre bisherigen Pläne sahen mit Rücksicht auf die Union lediglich Erleichterungen für Paare ohne Trauschein vor: Sie sollten ebenfalls staatliche Zuschüsse beantragen können, einen Teil der Kosten aber wie Verheiratete selbst tragen müssen.

Lauterbach bezifferte die Kosten einer Komplettübernahme auf einen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr. Im November scheiterte eine Krankenkasse vor Gericht: Sie wollte die Kosten für ein unverheiratetes Paar übernehmen.

(dpa)
 
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