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Grippeschutz
Ständige Impfkommission ändert Empfehlung

Grippewelle – So schützen Sie sich vor einer Infektion
Grippewelle – So schützen Sie sich vor einer Infektion FOTO: TK
Berlin. Zum Schutz vor der Grippe könnten Kassenpatienten in Zukunft einen anderen Impfstoff bekommen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) präzisiert ihre bisherige Empfehlung und spricht sich nun für einen Impfstoff aus, der vor vier Virusvarianten schützen soll. Bislang erhalten gesetzlich Versicherte in der Regel einen günstigeren Dreifachimpfstoff. Die Änderung hat das Expertengremium Mitte November beschlossen, was erst jetzt bekannt wurde. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" (Samstag) darüber berichtet. Folgen könnte die Empfehlung jedoch erst für die Grippe-Saison nächsten Winter haben.

Gültig wird die Empfehlung erst im Januar 2018, wenn die Experten ihre wissenschaftliche Begründung veröffentlichen. Der Gemeinsame Bundesausschuss werde dann innerhalb von drei Monaten entscheiden, ob der Vierfachimpfstoff zur Kassenleistung wird, erläuterte eine RKI-Sprecherin. Danach müssten Hersteller die Produktion umstellen.

Krank im Büro - Zehn Regeln FOTO: dpa, Kai Remmers

Die Frage des Impfstoffs sorgt in Fachkreisen seit längerem für Debatten. Befürworter des seit 2013/14 verfügbaren teureren Präparats argumentieren, die Menschen könnten damit besser geschützt werden in Saisons, in denen die zusätzliche Virenvariante kursiert. Allerdings lässt sich nie sicher vorhersagen, welche Virustypen zirkulieren. Wie sich der Impfstoff zusammensetzt, entscheidet sich zudem Monate vor dem Start der Impfsaison. Bis zum Start der Welle können sich die Viren verändern, mit Folgen für die Schutzwirkung.

Die Stiko empfiehlt eine Grippeschutzimpfung für Risikogruppen wie Ältere, chronisch Kranke und Schwangere dennoch: Influenza ist so häufig, dass die Experten noch immer von einer Verhinderung zahlreicher Fälle ausgehen.

Bislang können gesetzlich Versicherte den Vierfachimpfstoff in der Regel nur dann auf Kosten der Kasse bekommen, wenn der Arzt das begründet, zum Beispiel mit einer schweren Erkrankung. 

(dpa)
 
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