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Medizin
18-Jähriger stirbt nach einer Wurzelbehandlung

Hamburg: 18-Jähriger stirbt nach einer Wurzelbehandlung
Wurzelbehandlungen gehören zu den gefürchtetsten Eingriffen beim Zahnarzt. FOTO: Shutterstock/fotofeel
Hamburg. Ein 18 Jahre alter Mann ist bei einer Vollnarkose für eine Zahnbehandlung in einer Hamburger Praxis gestorben. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den behandelnden Anästhesisten ein, wie ein Sprecher sagte.

Es bestehe ein Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung. Die bei der Operation verwendeten Geräte seien sichergestellt worden und würden von Sachverständigen ausgewertet. Die Obduktion der Leiche hat ein vorläufiges Ergebnis gebracht: Der Tod sei "hochwahrscheinlich" in Folge eines Herzversagens eingetreten, das durch eine Vorerkrankung des Organs sowie durch die Belastungen der mehrstündigen Operation verursacht worden sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weitere medizinische Untersuchungen folgten.

"Dieser tragische Todesfall hat sicher nichts mit der Zahnbehandlung zu tun, sondern muss mit der Narkose zusammenhängen", sagte die behandelnde Zahnärztin dem "Hamburger Abendblatt". Die Zahnärztin sagte, der 18-Jährige habe die eher unübliche Vollnarkose ausdrücklich verlangt. Die aufwendige, mehrstündige Operation - es handelte sich um eine Wurzelbehandlung - habe am Morgen begonnen und sei zunächst auch ganz normal verlaufen. Die Komplikationen seien erst am späten Nachmittag aufgetreten.

(dpa)
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