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Gesundheit
Immer mehr Fälle von Hantavirus-Infektionen

Fünf Fragen zum Hantavirus
Fünf Fragen zum Hantavirus FOTO: dpa, Peter Steffen
Stuttgart. Vor allem im Südwesten Deutschlands grassieren derzeit Infektionen mit dem Hantavirus. Seit Beginn des Jahres wurden dem Landesgesundheitsamt 464 Erkrankungen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 22 Fälle. Damit zeichne sich ab, dass 2017 ein "Hantajahr" werde, hieß es. Bundesweit wurden dem Robert Koch-Institut bis Mittwoch 672 Fälle gemeldet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es nur 64 Fälle. Das Hantavirus wird von Nagetieren wie der Rötelmaus übertragen und verursacht bei Menschen eine grippeähnliche Krankheit.

Auch Blutdruckabfall, Nierenfunktionsstörungen und sogar Nierenversagen können die Folge sein. Baden-Württemberg gehört zu den Hauptverbreitungsgebieten in Deutschland. Grund für die vielen Fälle ist ein starkes Vorkommen von Bucheckern. Sie sind die Hauptnahrungsquelle der Rötelmaus. Dadurch breitet sich auch das Virus aus. Menschen können laut Ministerium mit erregerhaltigem Staub in Berührung kommen, wenn sie Holzstapel umschichten oder auf Dachböden, in Kellern oder in Garagen umräumen.

(dpa)
 
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