| 14.40 Uhr

Alzheimer
Neue Therapie lässt gefährliche Plaques im Hirn verschwinden

Zehn-Punkte-Präventionsplan gegen Alzheimer
Zehn-Punkte-Präventionsplan gegen Alzheimer FOTO: dpa, Jan-Philipp Strobel
Düsseldorf . Wissenschaftler gehen davon aus, dass Alzheimer durch sogenannte Plaques im Gehirn ausgelöst werden. Nun zeigt eine Pilotstudie: Es gibt ein Gegenmittel gegen diese Ablagerungen - und es wirkt tatsächlich gegen Alzheimer.  Von Susanne Hamann

Trotz steigender Neuerkrankungen konnten Forscher bislang kein Medikament gegen Alzheimer finden. Hoffnung gibt ein neues Medikament. Wie aus einem Beitrag in der Fachzeitschrift "Nature" hervorgeht, konnte das US-Unternehmen Biogen eine Pilotstudie erfolgreich durchführen, in der die sogenannten "Plaques" im Gehirn verschwanden. Plaques sind Ablagerungen im Gehirn, die bislang als Ursache für die Alzheimer-Demenz gelten, allerdings ist diese Annahme noch nicht abschließend gesichert.

In der Pilotstudie wurden 165 Patienten aus 22 Krebszentren in den USA mit bestimmten Antikörpern aus Mäusen behandelt, die speziell gegen Hirn-Plaque wirken sollen. 125 der Patienten wurden über ein Jahr mit dem Präparat behandelt - mit Erfolg. In den Hirn-Scans jener Patienten, die jede Woche die Höchstdosis des Mittels bekommen hatten, waren die Plaques fast vollständig verschwunden. 

Zudem stellten die Forscher eine Verbesserung der Symptome fest. Zwar konnten verloren gegangene Fähigkeiten nicht wieder hergestellt werden, die Beeinträchtigung des Gehirns konnte aber aufgehalten werden. Die vielversprechenden Ergebnisse haben nun zu einer groß angelegten Studie mit 2.700 Freiwilligen geführt. Sollten sich die Funde bestätigen, wären damit nicht nur erstmals Plaques als Ursache von Alzheimer wissenschaftlich bestätigt, sondern auch ein Mittel gefunden, dass Millionen Betroffenen helfen könnte. 

 

 

(ham)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mittel gegen Alzheimer? Neue Therapie lässt Plaques im Hirn verschwinden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.