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Olympische Sommerspiele
Rios Medizinchef warnt bei Zika-Virus vor Panikmache

Olympia: Rio schlägt Alarm - Militäreinsatz gegen Zika-Virus
Rio de Janeirot. Trotz der zunehmenden Sorge um eine weltweit drohende Epidemie des Zika-Virus warnen Brasiliens Olympiamacher vor einer voreiligen Panikmache.

"Es herrscht viel Desinformation. Aber je besser die Leute das Thema kennenlernen, je mehr werden sie sich beruhigen", versicherte Joao Granjeiro, Medizinchef im lokalen Organisationskomitee für die Sommerspiele 2016, und beteuert für das Mega-Event in Rio de Janeiro: "Es gibt kein Risiko."

Der ehemalige Olympia-Volleyballer (Moskau 1980) und heutige Arzt weist vor allem daraufhin, dass im Zeitraum der Spiele (5. bis 21. August) die im brasilianischen Winter normalerweise herrschenden kühleren Temperaturen und Trockenheit die Fortpflanzung der Gelbfiebermücke Aedes aegypti, die das Virus auf den Menschen überträgt, erschweren. "Dann ist das Risiko, sich anzustecken, gering", führt Granjeiro im Gespräch mit dem Internet-Portal UOL Esporte weiter aus.

Dennoch verfolge das Comite 2016 die rasante Ausbreitung des Zika-Virus vor allem auf dem amerikanischen Kontinent, stünde deshalb mit den brasilianischen Gesundheitsbehörden in ständigem Kontakt und hielte auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf dem Laufenden. IOC-Präsident Thomas Bach hatte am Donnerstag versichert, man werde "alles dafür tun, um die Gesundheit aller Teilnehmer zu garantieren".

Obwohl laut Granjeiro bei Ansteckung "der Index schwerwiegender Problem gering" sei, macht aber schon die Weltgesundheitsorganisation WHO mobil gegen das Zika-Virus. Die WHO berief für kommenden Montag wegen der Sorge um eine weltweite Ausbreitung eine Dringlichkeitssitzung ein. In Brasilien wird im Kampf gegen die Gelbfieber-Mücke selbst das Militär mobilisiert, um Brutnester in der bis April vorherrschenden Regenzeit auszurotten.

(sid)
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