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"Pille danach"
Ärzte schreiben Alarmbrief an Gesundheitsminister Gröhe

Die "Pille danach" - Fragen und Antworten
Die "Pille danach" - Fragen und Antworten FOTO: dpa, Rolf Vennenbernd
Köln. Wieder flammt die Diskussion um die "Pille danach" auf: Mehrere Ärzteverbände sehen der Rezeptfreiheit des Medikaments mit großer Besorgnis entgegen.

In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vom Dienstag heißt es, mit dem künftig rezeptfreien Kauf in Apotheken sei zu befürchten, dass Frauen nicht oder nicht ausreichend beraten würden. "Eine fehlerhafte Beratung erhöht jedoch die Gefahr unerwünschter Schwangerschaften dramatisch."

Das Schreiben haben der Berufsverband der Frauenärzte (München), die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (Berlin) und die Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie (Heidelberg) verfasst. Sie warnen davor, dass die - weltweit niedrigste - Rate von Schwangerschaftsabbrüchen bei Teenagern in Deutschland "als Folge einer lückenhaften Aufklärung künftig ansteigen könnte".

Brüssel hatte entschieden, dass die "Pille danach" in der gesamten EU ohne Rezept erhältlich sein soll. Gröhe hatte daraufhin angekündigt, das deutsche Recht für die beiden in Deutschland erhältlichen Präparate anzupassen.

Nachdem der Bundestag die Aufhebung der Rezeptfreiheit kürzlich beschlossen hat, soll sich Ende dieser Woche der Bundesrat damit befassen. Nach bisheriger Planung soll es die "Pille danach" ab Mitte März rezeptfrei geben. Je nach Wirkstoff kann damit bis zu 72 Stunden beziehungsweise bis zu 120 Stunden nach ungeschütztem Sex ein Eisprung gehemmt oder verzögert werden.

(dpa)
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