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Druck am Arbeitsplatz wächst
Psychische Krankheiten nehmen zu

Hintergrund: Sieben Fakten zur Depression
Hintergrund: Sieben Fakten zur Depression FOTO: dpa, Yuri Arcurs, Pascoe
Hamburg (RPO). Psychische Erkrankungen nehmen in Deutschland zu. Jeder fünfte Erwerbstätige leidet mittlerweile unter psychischen Störungen. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) am Freitag mitgeteilt. Ein wichtiger Grund sei der immer höhere Druck am Arbeitsplatz.  

Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen stiegen demnach in den vergangenen vier Jahren um 33 Prozent, die Verordnungsmenge von Antidepressiva sogar um 41 Prozent.

Immer mehr Menschen fühlten sich ausgebrannt, insbesondere Führungskräfte und engagierte Mitarbeiter. Während sich große Unternehmen der TK zufolge seit Jahren für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter engagieren, setzen mittelständische Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement nur zögerlich um. "

Aber auch für kleine Betriebe lohnen sich Investitionen in Gesundheit und Zufriedenheit der Belegschaft, denn es sind Investitionen in die Zukunft", sagte Vorstandsvorsitzender Norbert Klusen. "Die Unternehmen haben weniger personelle Fluktuation, eine höhere Produktivität und größere Gewinne."

Termindruck und SMS-Flut

Ständige Erreichbarkeit, Termindruck und "SMS-Flut" führten nicht selten zu einer chronischen Erschöpfung, eingeschränktem Lebensgefühl und letztendlich zu Krankheiten und psychischen Krisen.

Für Unternehmen heißt das in der Regel abnehmende Motivation und Einsatzfreude der Mitarbeiter, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und in der Folge lange Ausfallzeiten.

Basis für die Auswertungen sind nach Angaben der Krankenkasse die routinemäßig erfassten Arbeitsunfähigkeitszeiten, Zeiten des Krankengeldbezugs, Arzneiverordnungen und ambulant-ärztlich dokumentierte Diagnosen von 3,4 Millionen Erwerbspersonen - Berufstätige und Empfänger von Arbeitslosengeld I.

(apd/ots)
 
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