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Gefährlicher Inhaltsstoff
Shampoo hemmt Gehirnentwicklung
Gefährlicher Inhaltsstoff: Shampoo hemmt Gehirnentwicklung
Ein bedenklicher Inhaltsstoff macht Haarewaschen zur Gesundheitsgefahr. FOTO: ddp, ddp
New York (rpo). Haarewaschen kann mit manchen Produkten zum Gesundheitsrisiko werden. Ein bedenklicher Inhaltsstoff in Shampoos und anderen Körperpflege-Produkten beeinträchtigt in großen Mengen die Entwicklung des Gehirns, wie US-Wissenschaftler jetzt herausfanden.

Schon früher hatten Studien auf ein Krebs erregendes Potenzial der Substanz Diethanolamin (DEA) hingewiesen, die Forscher der Universität von North Carolina in Chapel Hill untersuchten nun aber erstmals den Einfluss auf die Hirnentwicklung. Trugen sie DEA auf die Haut trächtiger Mäuse auf, so zeigten sich bei den Föten Schäden in der Hirnregion des Hippocampus, die für das Gedächtnis zuständig ist. Dort stellten die Forscher ein vermindertes Zellwachstum und ein verstärktes Absterben von Zellen fest.

Der Wissenschaftler Steven Zeisel warnt jedoch vor übertriebener Beunruhigung: Die in seiner Studie verwendete Dosis sei mindestens zehn Mal höher als die Menge, die man beim Duschen verwende. Keine Mutter müsse wegen der Verwendung DEA-haltiger Produkte schlaflose Nächte haben. Dennoch sollten Verbraucher den Kontakt zu dem Stoff begrenzen. Momentan untersucht Zeisel an Mäusen, ab welcher Mindestdosis DEA Schäden verursacht.

Der Forscher vermutet in dem Fachblatt "FASEB", dass DEA die Fähigkeit des Körpers hemmt, den für das Gehirn wichtigen Nährstoff Cholin aufzunehmen. Allein in den USA werden pro Jahr 100.000 Tonnen DEA verkauft. Der Stoff wird unter anderem auch in Seife, Haarspray und Sonnencreme verwendet.

Quelle: ap
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