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Häufige Kreuzallergie
Soja für viele Birkenpollen-Allergiker gefährlich
Neue Erkenntnisse, die Hoffnung machen
Neue Erkenntnisse, die Hoffnung machen FOTO: ddp
Leipzig. Derzeit machen sich Birkenpollen verstärkt bemerkbar. Eine schwere Zeit für Allergiker. Wissenschaftler rufen Birkenpollen-Allergiker jetzt auf, unbedingt einen Test auf eine Unverträglichkeit von Soja machen zu lassen. Diese Form der Kreuzallergie kommt häufig vor und kann sehr gefährlich sein, wenn die Betroffenen nicht davon wissen.

Denn nicht selten können bei ihnen derartige Produkte ebenfalls zu schweren Reaktionen bis hin zum allergischen Schock führen, wie die Universitätshautklinik Leipzig warnt. Dort mussten alleine in den vergangenen zwei Jahren zehn Patienten wegen einer solchen so genannten Kreuzallergie behandelt werden.

Die Betroffenen bekamen nach dem Konsum von Sojaprodukten stark juckenden Ausschlag am ganzen Körper, ihr Gesicht schwoll an, sie erbrachen sich, hatten Durchfall und bekamen teilweise keine Luft mehr.

In schweren Fällen und unbehandelt kann dies zum Tod führen, wie der Direktor der Klinik, Jan Simon, warnt: "Das Problem ist, dass die meisten Birkenpollen-Allergiker nicht wissen, dass sie auch gegen Sojaprodukte allergisch sind."

Ursache ist nach Angaben des Professors die große Ähnlichkeit des Birkenpollen-Allergens mit einem Stressprotein der Sojabohne. Die Konzentration dieses Proteins sei aber nicht in allen Sojaprodukten gleich: Am höchsten sei sie in Eiweißpulvern und in Getränken mit einem so genannten Sojaprotein-Isolat, einem konzentrierten Auszug aus der Sojabohne.

Dagegen enthielten stark erhitzte Sojaprodukte nur sehr wenig von diesem Protein. Simon plädiert daher dafür, Produkte mit hohem Stressprotein-Anteil entsprechend zu kennzeichnen.

Quelle: ap/rpo
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