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Ständige Impfkommission
Neue Impfempfehlungen bei Hepatitis, Tetanus und Grippe

STIKO: Neue Impf-Empfehlungen 2017 bei Tetanus, Grippe und Hepatitis
Immer wieder wird in Deutschland eine Impfpflicht diskutiert (Symbolbild). FOTO: Adam Gregor /Shutterstock.com
Berlin. Das Robert-Koch-Institut rät Ehrenamtlichen, die die ähnlichen Risiken ausgesetzt sind wie bestimmte Berufsgruppen, sich besser vor Hepatitis zu schützen. Außerdem sollen Kinder anders als bisher gegen Grippe geimpft werden. 

Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren wird eine als Nasenspray verabreichte Grippeschutzimpfung nicht mehr bevorzugt empfohlen. Im Vergleich zu den normalen zu injizierenden Grippeimpfstoffen sei "keine überlegene Wirksamkeit" des Nasensprays mehr nachweisbar, teilte die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut in ihren neuen Impfempfehlungen mit.

Bereits in der vergangenen Grippesaison hatten die Experten ihre Empfehlung, kleinere Kinder, die etwa unter chronischen Krankheiten leiden, bevorzugt mit dem über die Nase zu gebenden Lebendimpfstoff zu versorgen, vorläufig ausgesetzt. Die Empfehlung wurde nun endgültig zurückgezogen. Beide Impfstoffe werden nun gleichermaßen für diese Altersgruppe empfohlen, wie das RKI erklärte. Experten zufolge sind der Oktober und der November die beste Zeit für die Grippeschutzimpfung.

Neue Impfempfehlungen gibt es auch zu Hepatitis A und B sowie zu Tetanus. Die Impfung gegen Hepatitis A und B empfiehlt die Stiko nun auch ehrenamtlich tätigen Menschen, die einem ähnlich hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind wie bestimmte Berufsgruppen. Das gilt zum Beispiel für den Gesundheitsdienst und Menschen, die in Kitas, Behindertenwerkstätten und Asylheimen arbeiten. Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten werden ausdrücklich genannt.

Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus, den sogenannten Wundstarrkrampf, empfiehlt die Stiko bei geringfügigen, sauberen Wunden nur noch dann, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind. Damit wurde die Absenkung der Frist auf fünf Jahre wieder rückgängig gemacht.

(AFP)
 
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