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Parasit
Amerikanerin stirbt wegen hirnfressender Amöbe

USA: Amöbe zerfrisst einer jungen Frau das Hirn
FOTO: Shutterstock.com/ Nixx Photography
Düsseldorf . Ein Parasit der Gehirne frisst? Das klingt wie eine Szene aus einem schlechten Horror-Film. Tatsächlich sterben jedoch immer wieder Menschen durch so eine Amöbe. So etwa eine junge Frau aus Carolina, USA.

Gerademal 21 Jahre alt war die junge Amerikanerin, als sie den Folgen eines sehr seltenen aber extrem gefährlichen Parasitenbefalls erlag: Einer Amöbe, die sich im Gehirn einnistet und es zerfrisst. Der Einzeller dringt durch die Nase in den Körper ein und wandert dort über die Schleimhäute in das Gehrin. Der Name der Amöbe lautet "Naegleria fowleri".

Wie der Sender "CBS News" berichtet ist bislang nicht klar, wie der Parasit die junge Frau befallen konnte. Meist befindet er sich jedoch in schmutzigen Seen uns Flüssen. Wie eine Gesundheitsbehörde in Kalifornien laut dem Sender mitteilte, klagte die Frau zunächst über Kopfschmerzen und dann über Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Als ihr Zustand nach einem Tag nicht besser wurde, wurde sie in der Notaufnahme des Northern Inyo Hospitals untersucht.

Die Ärzte diagnostizierten zunächst Meningitis, also Hirnhautentzündung, konntend er Patienten jedoch nicht helfen und verwiesen sie in ein anderes Krankenhaus. Dort kam jedoch jede Hilfe für die 21-Jährige zu spät, die Amöbe hatte schon zu großen Schaden angerichtet. Die junge Frau verstarb.

Erst die Biopsie nach ihrem Tod brachte die eigentliche Todesursache ans Licht: die hinfressende Amöbe "Naegleria fowleri", die die sogenannte primäre Amöben-Meningoenzephalitis auslöst.

Die Amöbe kommt weltweit in Süßwassern vor. Laut Angaben der amerikanischen Gesundheitsbehörde wurden in den vergangenen 53 Jahren 133 Menschen von dem Parasit befallen. In Deutschland sind bislang keine Fälle bekannt. 

 
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