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Am Samstag ist es so weit
Was Sie über die Zeitumstellung wissen müssen

Was bewirkt die Zeitumstellung am 26. März 2016 auf Sommerzeit?
In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. FOTO: phoelix / Shutterstock.com
Düsseldorf. Am Wochenende stehen nicht nur die Osterfeiertage bevor, sondern auch die Umstellung auf Sommerzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag müssen die Uhren dann eine Stunde vorgestellt werden. Warum das so ist, und was bei der Umstellung hilft. 

Zwischen 2 Uhr und 3 Uhr morgens muss in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag an der Uhr gedreht werden - und zwar um eine Stunde nach vorne. Die Nacht verkürzt sich also um eine Stunde. Weil der Ostersonntag für die meisten Arbeitnehmer in Deutschland ein Feiertag ist, dürfte die fehlende Stunde zwar weniger auffallen, die grundsätzliche Umstellung der Uhr aber schon.

Gereiztheit, Unruhe, Kopfschmerzen und Schlafprobleme sind Symptome von denen dann viele berichten. Grund ist die innere Uhr, die im Gegensatz zu jenen am Armgelenk oder im Handy, nicht binnen Sekunden verstellt werden kann. Wenn der Wecker also am Ostersonntag 21 Uhr abends anzeigt, vermeldet die innere Uhr immer noch 20 Uhr. Ähnlich wie ein Jetlag, der durch die Zeitumstellung beim Reisen passiert, kann es mehrere Tage oder Wochen dauern, bis sich der Körper auf die Sommerzeit eingependelt hat. 

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Seit 1980 dreht Deutschland im Frühjahr und Herbst an der Uhr. Ursprünglich ging es um bessere Energienutzung: Abends ist es dadurch eine Stunde länger hell. Geklappt hat das aber Experteneinschätzungen zufolge nicht. Im Sommer machen die Menschen zwar abends seltener das Licht an. Dafür wird im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr geheizt, denn die Sonne geht während der Sommerzeit später auf. Damals wie heute hat die Zeitumstellung viele Kritiker. 

Umfragen zeigen immer wieder, dass eine Mehrheit in Deutschland eigentlich dagegen ist - und die Ablehnung wächst. Das zeigt zumindest eine neue repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Drei Viertel der Bevölkerung - 74 Prozent - halten die Zeitumstellung demnach für überflüssig. Vor drei Jahren - also 2013 - sagten dies nur 69 Prozent. Frauen sind demzufolge mit 80 Prozent eher gegen die Sommerzeit als Männer mit 68 Prozent.

Was hat die Frühjahrsmüdigkeit mit der Zeitumstellung zu tun?

Besonders große Probleme mit der Zeitumstellung im Frühling haben Menschen, die auch unter der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit leiden. Was im Volksmund meist mit einem Schmunzeln ausgesprochen wird, ist ein echtes gesundheitliches Phänomen. 

Auslöser ist die Umstellung des Körpers von der dunklen Winterzeit auf den hellen Frühling und Sommer. Während im Winter durch die geringe Sonneneinwirkung im Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin gebildet wird, muss sich der Körper im Sommer darauf einstellen, das Gute-Laune-Hormon Serotonin und Vitamin D zu produzieren.

Da diese Umstellung nicht einfach auf Knopfdruck passiert, sondern eher in einem stetigen Wechsel zwischen Winter- und Sommer-Hormon, ist diese Phase bis zum endgültigen Zustand für den Menschen mit Stimmungsschwankungen und Abgespanntheit verbunden - der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit. Studien der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit und Prävention ergaben, dass fast jeder zweite Deutsche mit entsprechenden Symptomen zu kämpfen hat. 

Das hilft mit der Zeitumstellung besser fertig zu werden: 

  • Gehen Sie in den Tagen vor der Zeitumstellung abends früher zu Bett, um sich rechtzeitig an die neue Uhrzeit zu gewöhnen.
  • Unternehmen Sie Spaziergänge beim ersten Tageslicht am Morgen und sorgen Sie für möglichst viel Licht im Büro. Das hilft die innere Uhr nach vorne, also auf den Sommer einzustellen.
  • Versuchen Sie abends auf viel helles Licht zu verzichten, denn das hält die innere Uhr in der Winterzeit. Empfehlenswert sind deswegen in den Tagen um die Zeitumstellung abendliche Aktivitäten wie Kino, Konzerte oder Theater.
(ham)
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