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Spaziergang im Wald
Wo bin ich während eines Gewitters sicher?

13 Fakten zum Blitzeinschlag
13 Fakten zum Blitzeinschlag FOTO: NOAA, AFP
Frankfurt/Main. Wer im Wald von einem Unwetter erwischt wird, sollte Unterschlupf in einem festen Gebäude oder im Auto suchen - ein Holzunterstand reicht nicht. Doch was tun, wenn das nicht möglich ist auf die Schnelle?

Dann sollte man zur nächsten Lichtung oder zu einem Bereich mit nachwachsenden, niedrigen Bäumen laufen, rät der Diplom-Meteorologe Gerhard Lux von Deutsche Wetterdienst.

Seine Tipps für den bestmöglichen Unterschlupf:

  1. Aufforstungsbereich: "Wer mitten im Wald ist und keinen anderen Schutz findet, sollte sich ein Areal locker stehender, junger Bäume suchen", erklärt Lux. Diese müssen niedriger als die sie umgebenden älteren Bäume sein. "Und hier sucht man sich am besten eine Kuhle", rät Lux. Denn: "Blitze schlagen häufig am höchsten Punkt einer Umgebung ein", erklärt der Meteorologe. In einem Areal mit niedrigem Gehölz ist man also tendenziell geschützter.
  2. Mitten im Wald: Ist so ein Bereich mit jungen Bäumen nicht zu finden, bleiben Spaziergänger besser mitten im Wald. "Aus Beobachtungen von Förstern wissen wir, dass blitzgeschädigte Bäume sehr oft am Waldrand stehen", sagt Lux. Daher wird angenommen, dass die Gefahr im Inneren eines Waldes grundsätzlich geringer ist. Hier sind alle etwa gleich hohen Bäume ein potenzielles Ziel - und das Risiko eines Blitzeinschlags streut sich entsprechend stark. "Auch hier gilt: in die Hocke gehen, Füße zusammenstellen, sich klein machen", ergänzt Lux.
(dpa)
 
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