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Krankenhausstatistik 2017
Weniger Krankenhäuser aber mehr Patienten

Krankenhausstatistik 2017: Weniger Krankenhäuser aber mehr Patienten
In Deutschland gibt es immer weniger Krankenhäuser aber mehr Patienten (Symbolbild). FOTO: Shutterstock/Creativa Images
Düsseldorf . Die Zahl der Krankenhauspatienten ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden 19,5 Millionen Menschen stationär in Kliniken behandelt. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauerte wie im Vorjahr durchschnittlich 7,3 Tage. 

Insgesamt standen in 1.948 Krankenhäusern 498.700 Betten für die stationäre Behandlung zur Verfügung. Das sind acht Krankenhäuser weniger als noch 2015. Annähernd jedes zweite Krankenhausbett (47,8 Prozent) stand in der Einrichtung eines öffentlichen Trägers, jedes dritte Bett (33,5 Prozent) befand sich in einem freigemeinnützigen Haus. Zu freigemeinnützigen Kliniken zählen etwa Einrichtungen kirchlicher Träger. Der Anteil der Betten in privaten Krankenhäusern betrug 18,7 Prozent.

Die Zahl der Krankenhäuser sinkt kontinuierlich. Im Jahr 2000 gab es hierzulande noch 2.242 Einrichtungen, wovon die meisten freigemeinnützig waren, gefolgt von öffentlichen Trägern. Diese Zahlen haben sich bis 2016 deutlich verändert: Mittlerweile stellen Häuser in privater Trägerschaft, also gewerbliche Unternehmen, den größten Teil dar.

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So hoch war die Bettenauslastung

Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 77,8 Prozent. Die Betten in öffentlichen Krankenhäusern waren zu 79,9 Prozent ausgelastet, in freigemeinnützigen Häusern zu 76,6 Prozent und in privaten Häusern zu 74,9 Prozent.

Versorgt wurden die Patienten von rund 894.500 Vollkräfte zur Verfügung. Das ist die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten. Rund 158.000 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 736.500 zum nichtärztlichen Dienst, darunter 325.200 zum Pflegedienst. Die Zahl der Vollkräfte nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 3.600 (2,3 Prozent) zu, im nichtärztlichen Dienst um 22.800 (3,2 Prozent). Die Zahl der Pflegevollkräfte stieg um 4.300 (1,3 Prozent).

(ham )
 
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