| 07.59 Uhr

Neues aus der Glücksforschung
Diese sieben Regeln machen einfach happy

Glücksforschung: Diese sieben Regeln machen einfach happy
FOTO: Alliance /shutterstock.com
Berlin. Glücklichsein ist eine Wissenschaft - das klingt im ersten Moment kompliziert, ist es jedoch gar nicht. Auf dem Happiness-Kongress in Berlin haben führende Glücksforscher sieben Regeln vorgestellt, mit denen man im Handumdrehen ein glückliches Leben führen kann. Von Susanne Hamann

Jeden Tag ein bisschen mehr Lebensfreude, dieses Ziel setzen sich viele Menschen, die meisten wissen jedoch nicht, wie sie es erreichen können. Die häufigsten Probleme und ihre Lösungen:

1. Beziehungen

Problem: Schwierige Beziehungen innerhalb der Familie

Lösung: Lockern Sie Ihre Definition von Freundschaft und Familie. Am glücklichsten macht die "gefühlte Familie", oder auch die "Framily". Damit bezeichnen Glückswissenschaftler freigewählte Beziehungen zu Gleichgesinnten, mit denen ein Austausch von Liebe, Fürsorge und echtem Interesse möglich ist. Egal, ob sie echte Familienmitglieder sind oder nicht.

2. Die Pflicht ruft

Problem: Durch den wachsenden Druck im Beruf, und die permanente gegenseitige Beobachtung etwa durch Gemeinschaftsbüros oder die sozialen Medien, steigt bei vielen der Drang, jede Handlung mit Leistung zu verbinden.

Lösung: Mehr Muße statt Pflicht! Glückswissenschaftler empfehlen eine bessere Balance zwischen Aktivität und Regeneration zu finden. Mit anderen Worten, tun Sie auch mal etwas, einfach weil es Spaß macht: Gehen Sie nur Joggen, anstatt für einen Marathon zu trainieren. Kaufen Sie einen romantischen Schmöker, statt Wissenschaftsliteratur, oder legen Sie sich einfach mal für eine halbe Stunde in die Sonne - ohne ein Selfie zu schießen, eine SMS zu tippen oder Nachrichten zu lesen.

3. Angst vor der richtigen Entscheidung

Problem: Egal, ob es darum geht, ein Urlaubsziel auszusuchen, oder um Möglichkeiten für ein Arbeitsprojekt abzuwägen, vielen Menschen fällt es schwer Entscheidungen zu treffen, weil sie Angst haben etwas falsch zu machen, oder damit eine andere Chance zu verpassen.

Lösung: Um glücklich leben zu können, ist es laut Glücksforschern wichtig konkrete Entscheidungen zu treffen. Denn selbst die Feststellung, dass etwas schief gelaufen ist, ist eine wichtige Hilfe dabei, sich selbst besser kennen zu lernen. Entscheidungen zu treffen, hilft außerdem dabei selbstbestimmt zu leben, und sich von dem "was wäre wenn"-Gefühl zu befreien.

4. Perfektionismus

Problem: Viele Menschen geben gerade in ihrem Job alles, und achten peinlich darauf, dass wirklich jedes Detail sitzt. Doch der Perfektionismus wird meistens mit Enttäuschung entlohnt, denn perfekt gibt es nicht.

Lösung: Immer mehr Unternehmen setzen auf eine Strategie von Versuch-und-Irrtum. Deshalb ist es gut auch mal etwas auszuprobieren, oder sich einen Fehler zuzugestehen. Oftmals ist die Lektion daraus sehr viel mehr wert, als der Versuch auf Anhieb alles richtig zu machen.

5. Online-Sucht

Problem: Irgendein Display leuchtet immer, entweder ist es der Computer oder das Handy. Die Möglichkeit permanent an Informationen zu gelangen und Emails zu checken, bietet zwar neue Chancen, aber soziale Kontakte flachen dadurch stark ab.

Lösung: Es ist wichtig sich regelmäßig mit Freunden zu treffen, und dabei auch eine echte Begegnung zu erleben. Sehen Sie Ihrem Gegenüber also beispielsweise immer wieder bewusst in die Augen, anstatt abgelenkt vom Smartphone nebenbei ein Gespräch zu führen. Soziale Kontakte und Begegnungen gehören laut Glücksforschern zu den wichtigsten Aspekten im Leben. Sie helfen die eigene Situation einzuordnen, und ein Gefühl von Gemeinschaft zu erleben. So machen sie zufriedener und glücklicher. 

6. Nicht zu streng mit sich sein

Problem: Selbstkritik kann viele Gesichter haben. Möglicherweise ist man nie mit sich zufrieden, oder man denkt, dass man etwas niemals lernen wird.

Lösung: Sogenanntes "Re-Framing" oder auch "Umdenken" ist hier hilfreich. Versuchen Sie etwa "ich schaffe das NOCH nicht", zu denken, anstatt "ich schaffe das einfach nicht". Auf diese Weise ist es möglich mit mehr Gelassenheit und Selbstbewusstsein ans Ziel zu gelangen.

7. Permanente Kontrolle

Problem: Jede Bewegung und Handlung wird analysiert. Immer wieder stellt sich die quälende Frage ein, ob man es auch wirklich richtig macht.

Lösung: Glückswissenschaftler raten dazu, mehr loszulassen: sich treiben lassen, in Gelassenheit üben, Optionen ausblenden und in der Gegenwart leben. Das führt zu mehr Zufriedenheit und dazu, Chancen auch einfach mal auf sich zukommen zu lassen. 

(ham)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Glücksforschung: Diese sieben Regeln machen einfach happy


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.