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Leisure sickness
Warum sich viele auch im Urlaub ausgebrannt fühlen

Warum sich viele im Urlaub ausgebrannt fühlen
FOTO: Maria Sbytova /shutterstock.com
Dresden . Man fühlt sich müde und abgespannt, bisweilen sogar richtig krank - und das im Urlaub. Bei etwa jedem Vierten führt das Umschalten vom Job auf den Ferienmodus zu Problemen.

Das berichtet die Krankenkasse Barmer GEK. Gerade beruflich stark engagierte Menschen seien von der sogenannten Freitzeitkrankheit betroffen. "Am ersten Urlaubstag abrupt von 100 auf Null runterschalten kann zu Problemen führen, genauso wie ein Extremstart in ein Urlaubsmarathonprogramm von Sightseeing-Touren, sportlicher Extrembelastung und überreichlichem Essen", erklärte Barmer-Expertin Ursula Marschall.

Workaholics und Perfektionisten seien besonders häufig betroffen. "Wer sich ständig zuviel Arbeit aufbürdet, sich für alles verantwortlich fühlt, Angst vor Fehlern hat und nicht 'Nein' sagen kann, lebt im Dauerstress", erklärte Marschall. Wenn Körper und Immunsystem immer auf Hochtouren arbeiten, werden permanent Stresshormone ausgeschüttet. Es kommt zu einer dauerhaften Anspannung und Nervosität, die zusätzlich auch den Blutdruck in die Höhe treibt. Lässt dann die Anspannung im Urlaub plötzlich nach, fährt auch das Immunsystem herunter und der Betroffene wird anfälliger für Infektionen.

Die Expertin empfiehlt daher, das Handy oder Tablet im Urlaub häufiger ausgeschaltet zu lassen. Wenn überhaupt, sollten nur einmal täglich die Mails gecheckt werden. Zudem könne progressive Muskelentspannung und Yoga bei der Einstimmung auf den Urlaub helfen, genauso wie Strandvolleyball, Schwimmen, Musik hören oder Lesen.

(AFP)
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