Alterssexualität - Warum nicht?
Sex im Alter - verzichten oder nicht?

Alterssexualität - Warum nicht?: Sex im Alter - verzichten oder nicht?
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Düsseldorf (RPO). Sex im Alter: Das Alter sollte kein Grund dafür sein, auf ein genussvolles Liebesleben zu verzichten. Und auch bei Gesundheitsproblemen können Ärzte helfen.

Geschlechtsverkehr ist nicht nur den Jungen vorbehalten: Wie aktuelle Studien zeigen, sind noch viele Menschen jenseits der 60 sexuell aktiv. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass nicht das Alter die entscheidende Rolle dafür spielt, ob ein Paar Sex im Alter hat: Es ist vielmehr der Gesundheitszustand, der starken Einfluss auf die sexuelle Aktivität nimmt. Erkrankungen wie Krebs sowie die Auswirkungen einer darauf folgenden Behandlung (z. B. Brustamputation) können das sexuelle Empfinden ebenso stören, wie Hormon- oder Erektionsstörungen sowie psychische Ursachen. In vielen Fällen können Medikamente jedoch den Sex im Alter weiterhin ermöglichen.

Gestörte Sexualität bei Männern - Ursachen und Hilfe

Für ältere Männer ist Impotenz eine der häufigsten Ursachen für eine gestörte Sexualität. Impotenz ist der umgangssprachliche Ausdruck für eine Erektionsstörung, die bei Männern über 50 vor allem physische Ursachen hat: Diabetes, Bluthochdruck sowie Herz- und Gefäßerkrankungen können dazu führen, dass der Mann seine Erektion beispielsweise nicht mehr ausdauernd halten oder der Penis nicht mehr erigiert werden kann. Besteht eine Impotenzstörung über mehrere Wochen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nach einer gründlichen Untersuchung, die weitere organische Krankheiten ausschließt, können Medikamente verschrieben werden, die eine Erektion im Alter wieder möglich machen.

Gestörte Sexualität bei Frauen - Ursachen und Hilfe

Auch bei Frauen spielt Sex im Alter eine zunehmende Rolle. Die Wechseljahre spielen bei Frauen eine wichtige Rolle, da sie unmittelbare Auswirkungen auf die Sexualität haben: Während des Übergangs verspüren viele Frauen vorübergehend eine nachlassende Lust auf Sex und körperlichen Kontakt. Dies steht im Zusammenhang mit den Schweißausbrüchen und Hitzewallungen, die typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre sind. Häufig lässt zudem die Feuchtigkeit der Scheide nach, wodurch die Frauen unangenehme Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verspüren können. Sowohl die Hitzewallungen und Schweißausbrüche wie auch eine trockene Scheide können mit Medikamenten behandelt werden.

(DJ)
 
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