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Technik-Gadgets
Dieser Kapuzenpulli massiert Ihnen den Rücken

Technik-Gadgets: Dieser Kapuzenpulli kann massieren
Der Hoodie ist mit Massage-Technik ausgestattet. FOTO: Screenshot: Youtube
Düsseldorf. Sie sollen die Körperfunktionen messen, Schmerzen lindern, sogar den Trainer ersetzen - viele Hersteller kombinieren Technologie mit funktioneller Kleidung und erschaffen eine ganz neue Generation von Fitness-Gadgets. Doch die ersten Modelle sind teuer und haben Macken.  Von Marcel Romahn

Der Massage-Hoodie

Das  junge Unternehmen "AiraWear" aus Singapur hatte zunächst den Prototypen eines mobilen Massagegerätes entwickelt, das sich wie eine Weste an den Körper anschmiegt und verspannte Stellen automatisch bearbeitet. Dazu dient ein System mit sechs kleinen Luftkissen am Rücken, die sich aufblasen und die schmerzhaften Stellen per Elektro-Massage entspannen sollen.

Der Prototyp wurde schließlich mit Mode gekreuzt - zum intelligenten Hoodie. Der Kapuzenpulli ist laut Hersteller der tägliche Ersatz des Massagestuhls für draußen. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu drei Stunden kann der Besitzer seinen Rücken auf der Straße, im Büro oder beim Einkaufen massieren lassen.

Auf der Projektplattform "Kickstarter" hat der Hersteller bereits viele Sponsoren für den Technik-Hoodie gefunden. Statt der erwarteten 75.000 Dollar kam mehr als das Doppelte zusammen. Doch es gab auch Kritik. Mehrere Tester beklagten ein störendes Summen beim Aufblasen der Kissen. Ein optisches Manko gebe es auch: Die Massageweste im Inneren des Kapuzenpullis forme einen leichten Buckel.

Gesteuert werden kann der Hoodie bequem per App. Dort können Druckpunkte, Intensität und Zeitpunkt der Massage bestimmt und geplant werden. Bislang wurden laut Angaben des Herstellers weltweit rund 600 Hoodies verkauft.

Das intelligente Kleidungsstück hat allerdings einen stolzen Preis: Knapp 250 Dollar müssen die Kunden für die mobile Rückenmassage auf den Tisch legen.

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Mit insgesamt zehn kleinen Sensoren an Armen, Beinen und Oberkörper soll das smarte Trainingsshirt des kalifornischen Herstellers Enflux besonders für sportliche Kunden geeignet sein. Im Brustbereich finden sich Puls- und Sauerstoffmessgerät, die während des Trainings regelmäßig Daten an eine Smartphone-App übertragen.

Darüber hinaus wird ein 3D-Bild des Nutzers auf das Smartphone-Display projiziert, wodurch Trainingsbewegungen und Körperhaltung besser nachvollzogen werden sollen. Durch das Zusammenspiel aller Sensoren können laut Hersteller auch Tempo, Balance, Herzschlag, Sauerstoffgehalt des Körpers und Kraftaufwand optimiert werden. Akku-Laufzeit: etwa zwei Wochen.

Auch das Fitness-Shirt wurde mit einer "Kickstarter"-Kampagne beworben und war mit knapp 500 Unterstützern und mehr als 100.000 Dollar Kapital sehr erfolgreich. Ob sich die Kleidung im Trainingsalltag bewähren kann, müssen weitere Tests erst noch beweisen.

Aber auch dieses Fitness-Gadget wird nicht billig zu haben sein. Der Ladenpreis soll bei knapp 400 Dollar (360 Euro) liegen.

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