Der Angelschein
Erst die Bürokratie, dann der Angelspaß
Der Angelschein: Erst die Bürokratie, dann der Angelspaß
Angeln ist schön - wenn man einen Angelschein hat. FOTO: RPO
Düsseldorf. Wenn man in Deutschland in irgendeinem Gewässer angeln und fischen möchte, benötigt man zuerst einmal einen Angelschein, wenn es sich nicht um private Gewässer handelt (die Zustimmung des Besitzers vorausgesetzt). Der Begriff Angelschein ist nur im Volksmund üblich, denn eigentlich ist damit ein Fischereischein gemeint.

Ein Fischereischein oder Angelschein erlaubt es dem Besitzer, in deutschen Gewässern dem Angelsport nachzugehen. Ausgestellt wird ein Angelschein von der zuständigen Bezirksregierung. In Hamburg erfolgt die Ausstellung eines Angelscheins durch das zuständige Bezirksamt. Grundvoraussetzung für den Erwerb eines Angelscheins ist die erfolgreich absolvierte Fischereiprüfung, die auch als Sportfischerprüfung oder Angelprüfung bezeichnet wird. Erst nachdem man die Fischerprüfung erfolgreich abgelegt hat, ist es möglich, einen Angelschein, also Fischereischein, zu beantragen.

Fischereischein und Gewässerschein

Das müssen angehende Angler wissen FOTO: Jürgen Laaser

In Deutschland ist für das Ausüben des Angelsports zudem ein Gewässerschein Voraussetzung. Dieser bezeugt die Erlaubnis, dass der Besitzer angeln DARF, jedoch nicht die Fähigkeit, dass der Besitzer tatsächlich angeln KANN. Ausgestellt wird ein Gewässerschein stets vom Besitzer des Gewässers, in dem geangelt werden soll. Die Fischerei fällt in den Zuständigkeitsbereich des jeweiligen Bundeslandes. Aus diesem Grund wird ein Gewässerschein in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich genannt.

Wie bereits erwähnt wurde, ist ein Fischereischein notwendige Grundlage für das rechtmäßige Ausüben des Angelsports. Eine Ausnahme bildet hierbei Niedersachsen. Hier ist, neben einem Gewässerschein, nur ein Fischerprüfungszeugnis notwendig, um rechtmäßig angeln zu dürfen. Die Fischereigesetze der anderen Bundesländer setzen jedoch einen Fischereischein voraus, damit ein Gewässerschein erworben werden kann. Der Angelschein – oder Fischereischein – wird erst nach erfolgreich absolvierter Prüfung durch das jeweils zuständige Ordnungsamt verliehen. Kostenlos ist ein Fischereischein natürlich nicht; je nach Bundesland fallen unterschiedliche Verwaltungsgebühren für den Besitzer an.

Angeln ohne Fisch FOTO: rpo/ Sara Kühn

Nach gutem Fischerprüfungszeugnis folgt der Angelschein

Nach erfolgreichem Absolvieren der Fischerprüfung wird der Fischereischein ausgestellt. Nach Bestehen des Lehrgangs wird ein vorläufiges Fischerprüfungszeugnis ausgestellt, was beim zuständigen Ordnungsamt eingereicht werden muss, damit der Fischereischein ausgestellt werden kann. Entsprechende Lehrgänge und Fischerprüfungen finden zu verschiedenen Terminen in den jeweiligen Bundesländern statt.

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