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Ratgeber Garten
Hecken schneiden - darauf muss man achten

Ratgeber Garten: Hecken schneiden - darauf muss man achten
Beim Schneiden einer Hecke müssen ein paar Dinge beachtet werden. FOTO: dpa, bse soe
Düsseldorf. Das Naturschutzgesetz sieht vor, dass von Anfang März bis Ende September Gebüsche und Hecken nicht radikal beschnitten oder gerodet werden dürfen. Aber Hobbygärtner können sie in Form bringen. was dabei zu beachten ist, erklären wir hier.

Doch das ist nur noch bis Ende August sinnvoll, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Denn wer zu lange wartet, riskiere, dass der neue Austrieb vor dem kommenden Winter nicht mehr richtig ausreift. Die Gehölzspitzen sind dann anfälliger bei Frost.

Ein regelmäßiger Formschnitt ist den Sommer über wichtig, da dadurch die Oberfläche der Hecke immer dichter wird, und die Form perfekt heranwächst.

Der beste Zeitpunkt für diese Arbeit ist ein bedeckter Tag, damit die frischen Schnittflächen keinen Sonnenbrand bekommen, erläutert der Zentralverband. Bei trockener Witterung sollte das Gehölz anschließend gut mit Wasser versorgt werden.

Hecken sollten immer nach oben hin schmaler geschnitten werden, also in Trapezform. Damit erhalten alle Bereiche genügend Licht, und die unteren Heckenpartien werden nicht kahl. Der Hobbygärtner tut sich leichter, wenn er eine Richtschnur zum Schneiden zur Hilfe nehmen.

Die elektrische Heckenschere sollte er zuerst jeweils an den Seiten von unten nach oben führen, damit er sieht, wie er schneidet. Beim Einsatz von Handscheren kann es hilfreich sein, immer auf die Spitze des Gerätes zu schauen. Im Zweifelsfall gilt, lieber weniger abzuschneiden, damit kein Loch entsteht, und später noch einmal nachschneiden.

Zu seiner eigenen Sicherheit trägt der Hobbygärtner bei dieser Arbeit am besten festes Schuhwerk, schnittfeste Handschuhe, Sicherheitsbrille und eventuell Gehörschutz.

Ab März droht Bußgeld fürs Heckenroden 

Hobbygärtner, die eine Hecke radikal abschneiden oder gar roden wollen, haben nur von Oktober bis Februar dafür Zeit.

Denn zwischen dem 1. März und dem 30. September verbietet das Bundesnaturschutzgesetz Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände in Siedlungen und in der freien Landschaft zu roden, stark schneiden oder zu zerstören.

Wer das Verbot missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Es droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Mit dem Gesetz sollen Tiere und ihr Lebensraum geschützt werden, Vögel brüten im Frühjahr und Sommer in den Gehölzen.

Nicht betroffen von dem Verbot sind aber Form- und Pflegeschnitte, die dazu dienen, den Zuwachs der Pflanzen zu entfernen. Aber auch hier sollte man auf brütende Tiere Rücksicht nehmen. 

(dpa/tmn/csr)
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